Ave oder Have (lat., d. i. Gesegnet seist du, lebe wohl) war der gewöhnliche Gruß der alten Römer sowohl beim Begegnen wie beim Abschied. Have pia anima (d. i. lebe wohl, fromme Seele) ist noch jetzt eine häufige Inschrift auf Gräbern. Über das kath. Gebet Ave * Ave Maria. vebury, Abury, kleines Dorf von 725 E. bei Marlborough in der engl. Grafschaft Wiltshire, bekannt durch die gigantischen Reste eines sog. druidischen me enge (.d. Steindenkmals, ähnlich dem von Stenchen e (s. d.). Der mit einem Erdwall umgebene Kreis, dessen Durchmesser etwa 455 m beträgt, enthielt in seiner Vollständigkeit wohl 100 Steine von etwa 5,5m Höhe und 800— 1000 Ctr. Schwere; unter Karl II. waren noch 63, 1802 nur uoch 17 vorhanden, und ihre Zahl hat sich seitdem noch vermindert. Innerhalb dieses großen Kreises befanden sich zwei kleinere, jeder aus zwei konzentrischen Steinreihen bestehend; in der Mitte des einen stand ein einzelner Stein, in der Mitte des andern eine Gruppe von drei Steinen. Einige der Steine (Grünsandstein) der kleinern Kreise waren von ungeheuerer Größe. Von dem Kreise aus liefen zwei Alleen von Doppelreihen riesiger, aufrechtstehender Steine, jede über 1½ kmllang, die eine in südöstl. Richtung nach Overton, wo sie mit einer kleinen elliptischen Aufstellung ähnlicher Steine endigte; die andere lief nach Westen und endigte mit einem einzelnen Steine. Das Dorf A., welches innerhalb des großen Kreises liegt, ist zum Teil aus den zertrümmerten Steinen dieser Kreise gebaut. Nur I km südlich von dem großen Kreise erhebt sich der sog. Silburyhügel, eine künstliche Erderhöhung; dieselbe mißt an der Basis im Umfange 650 m, ist 54 m hoch, bed eine Scheitelfläche von 39 m Durchmesser und bedeckt über 2 ha. Vielleicht gehört dieser künstliche Berg zu den Steinkreisen; doch ist seine Bestimmung, wie die der Steinkreise selbst, noch nicht enträtselt. [Kupferstich.