Babenhausen, Hauptort einer ehemaligen Reichsherrschaft Iereeh eine Stadt, jetzt ein Flecken im Bezirksamt 3 ertissen des bayr. Regierungsbezirks Schwaben und Neuburg, rechts an der Günz gelegen, ist Sitz eines Amtsgerichts, hat 1900 E., ein altes und ein neues Schloß als Residenz der Fürsten Fugger-Babenhausen, mit schönen Gärten und Wirtschaftsgebäuden, einem Armen⸗ und Krankenhaus, einer kath. Pfarrkirche, eine mechanische Spinnerei, eine Zündholzfabrik, bedeutende Brauereien, Frucht⸗ und Wiesenbau, Viehzucht und mehrere Mühlen. Im J. 1236 war Graf Ulrich von Tübingen Eigentümer, am Ende des 13. Jahrb. waren die von Schöneck, im Anfang des 14. Jahrh. den Kauf die von Rotenstein Besitzer von B. Von den letztern kam Stadt und Herrschaft w1363 an die Familie von Rechberg, 1539 durch Kauf an Anton ugger, welcher die württemb. Aulmer Rieg ablöste. die damalige Stadt hatte 1337 ulmer Recht, 1456 ein eigenes Wappen bekommen, sank aber zum Markte herab und verlor 1688 zur Strafe eines Aufruhrs wegen ihre Jurisdiktion. Im J. 1711 wurden die Grafen Fugger zu Kirchberg und Weißenhorn, die in der Folge hier ein Herrschaftsgericht atten, vom Kaiser Joseph J. mit dem Forst⸗ un ildbann zu B. belehnt. Die Mediatisierung der Reichsherrschaft erfolgte 1806; die Auflösung der fürstl. Fuggerschen Gerichtsbarkeit 1848.