Bechin (Bechyné), Stadt im österr. Kronlande ehemaligen Kreise Tabor, am rechten Ufer der Luschnitz, mit (1880) 2225 E. böhm. Zunge, die neben den städtischen Gewerben zumeist Ackerbau treiben. Der Ort hat eine eisenhaltige Mineralquelle, ansehnlichen Getreide⸗ und Holzhandel. B. ist eine der ältesten Städte des Landes, war im 12. Jahrh. der Mittelpunkt des Besitzes der prager Bischöfe und der Sitz eines Erzdiakons, der in dem auf einem une hohen Felsen erbauten Schlosse wohnte. Durch Kauf ging der Besitz 1268 an König Ottokar über, der die alte Zupenburg erneuern 10 Iut ist sie zu einem Brauhause umgewandelt. In dem Gemäuer eines Turms sieht man einen Topf, der als Wahrzeichen der Stadt gilt und von den Werkleuten als Beleg für das Biermaß, welches damals einen Pfennig kostete, eingemauert worden sein soll. Im 14. Jahrh. war B. im Besitze eines mächtigen Adelsgeschlechts, das sich vom Orte benannte, unter königl. Pen Rofenim 16. Jahrh. freier Besitz der Herren von Rosenberg, von denen es als Heiratsgut (1715) an den Reichsgrafen cioß u Leopold von Paar überging. Das neue Schloß mit schönen Parkanlagen und einem großen Grundkomplex ist noch im Besitze der fürstl. Familie von Paar. In der Nähe befinden sich die gewaltigen Bechiner Steine, große Felsen.