Babington (Anthony), ein engl. Edelmann, das Haupt einer Verschwörung zur Befreiung Maria Stuarts (s. d.) aus der Haft, in der sie von ihrer Nebenbuhlerin, Königin Elisabeth von England, gehalten wurde, und zur Ermordung dieser selbst. B., ein junger Mann von Bildung und Ehrgeiz, feuriger Katholik, ward von einem Priester des Seminars in Rheims, gleich seinem Mitverschworenen Savage, zu dem Attentat gewonnen, in das Philipp II. von Spanien und Maria Stuart selbst eingeweiht wurden. Letztere trat mit B. in eine Correspondenz, worin alle Akte des Unternehmens, und darunter die Ermordung Elisabeths selbst besprochen und von Maria gebilligt wurden. Indessen gelang es dem Minister Walsingham, diese Briefe und damit alle Fäden des Komplotts in seine Hände zu bekommen, odaß er, im Besitz aller Beweisstücke, die überraschten Verschworenen festnehmen und hinrichten lassen konnte. B.s — „ fiel 20. Sept. 1586; die Hinrichtung der Maria Stuart aber, fünf Monate danach, ward besonders auf Grund jenes Briefwechsels gerechtfertigt. Babinische Republik, ein humoristischer Verein, den 1568 ein poln. Edelmann, Pszonka, auf seinem Gute Babin bei Lublin stiftete und in welchen nur diejenigen aufgenommen wurden, welche sich durch irgend eine Lacherlichkeit auszeichneten. Wiewol dem Verein jeder polit. Zweck fern lag, so übte er doch bald einen gewissen Einfluß auf das gesellschaftliche Leben in Polen. Er schickte jedem, der sich durch unkluges Betragen, einfältige Streiche oder ungewöhnliche Lebensweise bemerkbar machte, ein Diplom zu, in welchem derselbe in die Republik der Narren aufgenommen und gewöhnlich mit einem manz. B. Wers Amte beliehen wurde. So ernannte man z.B. Verschwender zu Okonomen, Streitsüchtige zu Feulcart dauert⸗ in dem närrischen Staate. Die Gesellschaft dauerte bis 1677 fort.