FeedBader (Karl Adam)
MusikBrockhaus 1882

Bader (Karl Adam), Tenorist, geb. 10. Jan. 1789 zu Bamberg, wurde 1809 Organist und Chorregent an der dortigen Domlirche. Im Z. 1811 betrat er in seiner Vaterstadt als Sänger das Theater, gefiel sehr und erhielt 1812 ein Engagement in München. Hier verweilte er vier Jahre, sang dann in Bremen, Hamburg und Braunschweig und trat 1820 zur berliner Hofhühne, der er, unter steter Gunst des Publikums, bis zu seiner Pensionierung 1849 angehörte. Seine in tiefer Tenorlage befindliche Stimme war von ebenso schmelzendem Reiz als erstaunlicher Kraft und Ausdauer. 30 seinen gelungensten Partien gehörten Masaniello, Licinius und Cortez, wie überhaupt die Epoche der Spontinischen Opern in Berlin wesentlich auf B.s Leistungen beruhte. B. starb zu Berlin 14. April 1870.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 360Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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