FeedBader (Joseph)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Bader (Joseph), bad. Landeshistoriker, geb. 24. Febr. 1805 zu Thiengen im Klettgau, besuchte das Gymnasium zu Freiburg i. Br. und studierte daselbst seit 1822 Philosophie, Theologie Der Jali denz und Geschichte. Nach Ausbruch der Julirevolution schloß sich B. der Burschenschaft an, gab die Zeitung 4 Der Schwarzwäldero heraus und wurde wegen einer auf dem Wallfahrtsorte Ottilien bei Amiderd gehaltenen Rede auf zwei Jahre von der Universität relegiert. Sein erstes größeres Werk war die „Bad. Landes eschichtes (2 Bde., Freiburg 1834 —36). B. erhielt hierauf eine Anstellung am Generallandesarchiv zu Karlsruhe, wurde 1854 Archivrat und 1872 pensioniert. Von 1839—64 gab B. die Zeitschrift Badenia heraus (6 Bde., erst zu Karlsruhe, dann zu Heidelberg erschienen); außerdem veröffentlichte er unter anderm eine Gemsllde von Pahls «Hertha. Erzählungen und Gemälde aus der deutschen Vorzeite (Freiburg 1841), «Das malerische und romantische Baden v (3 Bde., Karlsr. 1843 —45), „Die ehemaligen breisgauischen Stände v (Karler. 1846), «Meine 2. Rieitr und Wanderungen im Heimatlandey (1. u. 2. Reihe, Freiburg 1855 — 56), Beiträge zu dem Werke von Heunisch „Das Großherzogtum Baden, historisch-geographisch-statistisch-topographisch beschrieben» (5 Lief., Heidelb. 1855—57), 4Bad. Landesgeschichte fsür Jung und Alt (3. Aufl., Freiburg 1864), „Das ehemalige Kloster St. Blasien auf dem Schwarzwald und seine Gelehrtenakademier (Freiburg 1874).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 360Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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