FeedBahman
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Bahman (im Zend Vohu-manô, altpers. Vahumanis, d. h. mächtiger Geist, woher die neuere Amich ist in der Religion Aalterne der zweite der mschaspands (s. d.) oder Unsterblich-Heiligen. Er ist der erste nach Ormuzd und repräsentiert namentlich den Ormuzdgeborenen reinen Verstand. Schon Plutarch (De Iside et Osirides, Kap. 47) schildert ihn als Hauptvertreter der evora (d. h. Wohlwollen). ist der Fürst des Friedens, des fruchtbaren Segens, der reichen Herden und der reinen Tiere. Herr des Himmels, Oberster des Paradieses (Vahista, neupers. Behescht) Amschapp er die Seelen der Seligen. Als einer der Amschaspands sitzt er auf einem goldenen Throne und befragt die Seelen derer, die von Albordj heraufkommen, um über die Brücke Tschinvat gehen. Mome ist der 11. Monat und der zweite Tag jedes Monats geheiligt; unter den Arrfaoen ist die weiße Lilie und unter den Vögeln der fabelhafte Asozischt ihm geweiht. Sein Gegner, als zweiter Ahriman, ist Akomano, der Schöpfer des Neides und des Kriegs.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 372Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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