Bergmann (Julius), Nhitosord, geb. 1. April 1840 zu Opherdike in Westfalen, besuchte das Gymnasium zu Duisburg, studierte in Göttingen und Berlin Mathematik und Philosophie, wurde 1872 als ord. Professor der Philosophie nach Königs1 und 1875 nach Marburg berufen. Außer zahlreichen Abhandlungen in den von ihm 1868 begründeten und bis 1872 redigierten Philos. Monatshefteno sind folgende Schriften von ihm hervorzuheben: Grundlinien einer Theorie des Bewußtseinso (Berl. 1870), 4Zur Beurteilung des Kritizismuso» (Berl. 1875), «Reine Logiko (Berl. 1879), «Sein und Erkenneno (Berl. 1880). Er ist gegenwärtig der bedeutendste Vertreter einer ausesprochen idealistischen, der Lehre Fichtes nahesihenden Erkenntnistheorie und Metaphysik.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 823Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei