Bailli im Französischen, Bailiff im Engliloune Ballivus im Iim Hrten Balio im Ita-Werhaur und Bajulos im riechischen bezeichnet Überhaupt einen Vorsteher. Am griech. eron ofe [ Konstantinopel hieß der Oberaufseher der kaiserl.f nder Bajulos. Denselben Titel scheint in Kon-e stantinopel auch der Vorsteher der fremden Kaufleute 4 hatte zu haben, den die Venetianer zu ernennen hatten, und von diesem mag der Titel Balio r auf den venet. Gesandten daselbst übergegangen 3 Durch den Johanniterorden verbreitete sich ! er Name Ballivus auch nach dem südl. und westl. Europa. Die acht Mitglieder des Kapitels dieses 1 Ordens hießen Ballivi conventuales, was dann wieder den Namen Ballei (s. d.) bei der Einteilung der Be Lanteen des Ordens in Kreise veranlaßte. In Frankreich waren die königl. B. früher l zugleich Anführer des Heerbanns (Bailli d'epée), f Domänenverwalter und Richter des ihnen anvertrauten Bezirks. Im J. 1770 aber enthob man die töniglichen B. ihrer Funktionen und setzte an ihre Stelle die tribunaux de première instance. England fand der Name Bailiff unter Wilelm I. Eingang für die Vorsteher der Grafschaften, die Ballivae genannt wurden. Die jetzigen engl. Bailiffs sind aber nur eine Art Gerichtsdiener, ähnlich den franz. Huissiers. Nur in einigen Städten heißt der oberste Beamte noch Bailiff, womit man auch den Rentmeister großer Landeigentümer bezeichnet. In schott. Städten ist Bailie der Titel der Mitglieder des Gemeinderats.