Baini Einsedion ausgezeichneter ital. Kirchenmusiker, geb. zu Rom 21. Okt. 1775, widmete sich dem geistlichen Stande und der Musik. Sein Lehrer in der Kunst des Bun. war sein Oheim Lorenzo B., später noch Gius. Jannaconi. egen seiner Kenntnisse und seiner schönen Baßstimme wurde er, nachdem er die Weihen empfangen, 1802 oder 1803 als Abbate in das Kollegium der päpstl. Kapellsänger aufgenommen und 1814 Direktor dieses Justituts. B. starb in . Stellung 10. Mai 1844. Von seinen Kirchenkompositionen ist nichts veröffentlicht. Doch wurde einem 1821 komponierten Miserere die ahre zuteil, unter die in der Sirtinischen Kapelle während der Charwoche alljährlich W Musikstücke aufgenommen zu werden. Den Mittelpunkt seiner ganzen Kunst bildete Palestrina, welchem er ein unablässiges Studium widmete. Das größte Verdienst, welches B. sich um die Musik erworben hat, besteht in der ausführlichen Lebensbeschreibung des von ihm abgöttisch verehrten Meisters (Memorie storico-critiche della vita e delle opere di Giov. Pierluigi da Palestrina, 2 Bde. Rom 1828). Das gelehrte Werk ist trotz seiner Weitschweifigkeit und Einseitigkeit ein reicher Schatz der wichtigsten Ider⸗ und musikalisch-litterarischen Nachrichten über röm.⸗kath. Kirchenmusik. Eine verkürzte deutsche Übersetzung, mit Berichtigungen und Erläuterungen, von Kandler verfertigt, gab Kiesewetter (Lpz. 1834) heraus.