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Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Benutzung der Artillerie und große Schnelligkeit der Bewegungen aus. Außer andern Schriften erschien von ihm Exposé général de la méthode mnémonique polonaise etc. „ (Par. u. Lpz. 1839). Vgl. Czetz. „B.s Feldzug in Siebenbürgen» (Hamb. Bema (grch.), in den griech. Kirchen der umitterte Raum für die Gei —1½. und besonders er in letzterm befindliche Sitz für den Bischof. Bembo (Pietro), ital. Gelehrter, geb. zu Venedig 20. Mai 1470 aus vornehmer Familie, erlernte rüh die lateinische, dann zu Messina unter Laskaris ie griech. Sprache, worauf er in seine Vater tadt urückkehrte und eine kleine Schrift über den AÄtna beraus ab. Nach dem Willen seines Vaters Bernardo B. trat er in den geistlichen Stand, fand aber bald Mißbehagen daran und widmete sich den Wissenschaften. Nachdem er in Ferrara philos. Studien gemacht, kam er wieder nach Venedig, wo er bald eins der ucerse19486 Mitglieder der im gaehr des Buchdruckers Aldus Manutius gebildeten elehrten Akademie wurde. Für die Druckerei des ldus besorgte er in jener Zeit eine kritische Ausabe der ital. Gedichte Petrarcas (1501) und der öttlichen Komödie (1502). Dann wandte er sich nach Rom und 1506 an den Hof von Urbino: 1512 folgte zer Julian de Medici nach Rom, wo ihn Julians Bruder Papst Leo X., zu seinem Sekretär ernannte und ihm seinen Freund Sadoleto zum Amts-Horonn gab. In Rom lernte B. seine Geliebte orosina kennen, die er in seinen Gedichten feiert und die ihm zwei Söhne und eine Tochter gebar. Nach Leos X. Tode begab er sich nach Padua, wurde 1529 zum Geschichtschreiber der Republik Ruiorher und zum Bibliothekar der St. Markusbibliothe ernannt. Papst Paul III. erteilte ihm 1539 den Gubbio und bald darauf das von Bergamo. B. starb 18. Jan. 1547. Seine ital. und lat. Dichtungen (Carminao) zeichnen sich weniger durch Originalität als durch hohe Formvollendung aus; seine lat. Prosaschriften, namentlich seine Briefe, gelten mit Recht als Muster. Unter seinen lauch vielfach einzeln gedruckten) Werken (4 Bde., Vened. 17²2⁹) sind am wichtigsten: Rerum Veneticarum libri XII von 1487 bis 1513 (Vened. 1551), die er selbst ins Italienis e übersetzt hatte (Vened. 1552; beste Ausgabe von Morelli, 2 Bde., Vened. 1790). Ferner sind zu erwähnen: „Prose (Vened. 1525 u. ö.), Dialoge, in welchen die Regeln der toscan. Sprache 60, Diawerden; „Gli Asolanio (Vened. 1505 u. ö.), Dialoge über die Natur der Liebe, Lucrezia Borgia, Herzogin von Ferrara, gewidmet: «Rimes (Vened. 1530 u. ö.), eine auße, won von Sonetten und Kanzonen; seine Briefe, sowol die italienisch als die lateinisch geschriebenen. Bemmel, eine zahlreiche Malerfamilie, deren Stammvater der 1630 in Utrecht geborene Wilelm von B. ist, wohin sich seine Familie aus urgund wegen Religionsbedrückun gewandt Land Wilhelm lernte bei Corn. Saftleeven die Landschaftsmalerei, ging dann nach Italien, reiste in England und Deutschland und trat endlich in den Dienst des Landgrafen von Hessen-Kassel, bei dem er 1 Jahre weilte und viele treu und 6. schmackvo aufgefaßte Landschaften meist nach Motiven aus Tivoli malte. Den größten Teil seines Lebens verbrachte er in Nürnberg. Er starb 20. Dez. 1708 zu Wöhrd bei Nürnberg. — Johann Georg von B., sein ältester Sohn, geb. zu Nürnber 30. Nov. 1669, gest. 18. Juni 1723, lernte zuer vom Vater, widmete üSandr dann hauptsächlich der Tiermalerei bei J. Sandrart. Er hatte eine schwächliche Gesundheit und konnte zuletzt wegen des Chiragra nur zwei Finger gebrauchen, was ihn aber vom lleißigen Arbeiten nicht abhielt. —Peter von B., der jüngere Bruder des vorigen, geb. 1685 zu Nürnberg, gest. 1754 zu Regensburg, wurde, wie der Vater, Landschaftsmaler, wich aber von dessen Manier ab. Am besten gelangen ihm Winter⸗ und Gewitterscenen. Vorzüglich — sein Baunmschlag, wobei er eine besondere Vorliebe für Birken an den Tag ** Peter wurde besonders vom 10n, beschn von Bamberg, Franz Konrad von Stadion, beschäftigt, dessen Schlösser er mit Gemälden schmückte. — Joel Paul von B., der ältere So ½ Georg, geb. zu Nürnberg 1713, war teils im teils mit Landschafts- und Geschichtsmalerei beschäftigt. Sein j ngerer Bruder, Johann Noah von B, geb. 1716, wurde ein Schüler von Kupetzky, dessen Manier er in seinen Arbeiten (Bildnisse, Ja den, Tier⸗ und Genrestücke) nachahmte. — Chri toph von B., Peters erster ohn, geb. 1707, ein Landschafter, malte in Mannheim und später in Straßburg. Jo⸗ * nn Christoph von B., sein Bruder, um katß. andschafter, wohnte zu Bamberg, wo er zum kath. Glauben überging. Er malte ziemlich Cohn es mäßig. — Karl Sebastian von B., Sohn des vorigen, geb. 1. April 1743, Cb. u Nürnberg 26. Nov. 1796, bildete sich in der Schule der Brüder Lang in Nürnberg und malte vorzüglich ie er Oen. ten in Gouachefarben. Am liebsten stellte er Seetücke, Stürme, Perppettipe g orgen-und Nachtcenen dar. Die Perspektive gelang 96 vorzüglich: aumschlag, Himmel und Wasser gab er mit großer Grarer wieder. Er trat 1765 zum luth. Glauben u er..— Rier auft Kaspar von B. Bruder des vorigen, fiel auf der Wanderung 1776 preuß. Werbern in die Hände und kam dann in einem kläglichen Zustande nach Bamberg zurück. Eine Zeit lang war er Laienbruder zu Mainz, trat dann in das preuß. Militär, desertierte von Wesel aus und wandte sich nach Leipzig, wo er 1799 starb. Ben heißt im He +7 und Arabischen Sohn. In beiden Sprachen wird zu näherer Bezeichnung der Person dem Namen auch der des Vaters beigefügt, daher B. in solcher erbindung soviel als Sohn des .. I Beit 3. B. David Ben-Salomo, Ali Ben-Hassan. Bei jud. Familien in arab. Ländern wird Fisch l dem Familiennamen Saloseol — Ben-Jaisch (Baruch), Ben-Melech (Salomo). aher haben, analog den deutschen Namen auf D. aseh manche 2•— neuerer Zeit aus der Zusammensetzung des B. und des väterlichen Namens neue endavid, Benlevi u. s. w. Neben en kommt unter Arabern, Persern und Türken auch die Form bn (Ebn), unter den Juden in arab. Ländern en, Aven vor, z. B. bn Esra, 11 Aben Esra. Ben oder Bhein heißt im Gaelischen »Berggipfel⸗. Die bedeutendsten Berggipfel Großbritanniens, deren Namen damit zu ammengesetzt sind, eißen Ben-Nevis (s. d.)) Ben-Cruachan, erd, rat, rgyle, am Loch Awe, 1119 m: Ben-Lawers, Grafschaft Perth. am Loch Tay, 1214 m; Ben-Oomond, Grafschaft Stirling, zwischen dem Lomond⸗ und Katrine-Loch; Ben-Muich-Dhui (fälschlich Maedhu), Buwis, der Cairngorm-Berge, 1309 m; Benywis, Grafschaft Roß, 1134 m; Ben-More, der Dunclt auf der Insel Mull (Hebriden), 963 m; Bennoir, d. h. Goldberg, der höchste auf der Insel Jura (Hebriden), 816 m.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 752Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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