Balassa (Balint, d. i. Valentin), Baron von Gyarmat und Kekkö, ungar. Lyriker, geb. 1551 auf Kekkö, wurde zum Kriegsdienst erzogen und Bee zuerst unglücklich für den Prätendenten Kaspar kesi gegen Stefan Bäthori „trat dann in königl. Dienste, verließ aber 1589 die Heimat, lebte mehrere Jahre in Polen wo er Besitzungen hatte, und fiel, kaum heimgekehrt, 1594 bei der Erstürmung von Gran. B. übersetzte eine deutsche Erbauungsschrift von Mich. Bock und lat. und ital. Gedichte. Das Dichtertalent regte eine unglückliche Jugendliebe bei ihm an; seine trostlose Ehe und sein unstätes Wanderleben gaben demselben dabei stets neue Nahrung. Während seines Lebens erschienen bloß seine geistlichen und patriotischen Gedichte (Krakau 1572), welche durch Tiefe des Gefühls und künstlerische Form ausgezeichnet sind. Sie fanden große Verbreitung und erschienen in zahlreichen Auflagen (31. Aufl., reßb. u. Pest 1806). Seine noch bedeutendern Liebeslieder, meist trüb und schwermütig, aber oft auch heiter und * i stets in vollendeter Form und musikalischen 18. men, wurden erst 1874 in Radräny entdeckt. Die beste Ausgabe von B.s sämtlichen Gedichten ist die von Szilady (Pest 1879).