Beck (Karl), namhafter Dichter, geb. 1. Mai 1817 als der Sohn eines jüd. Kaufmanns in der ungar. Stadt Baja, aber der reform. Kirche angesuchte siedelte mit seinen Eltern nach Pest über, beuchte das dortige Gymnasium und studierte in Wien Medizin. Im J. 1833 verließ er m Geschuft halber die Universität wieder, um sich dem Geschäft seines Vaters zu widmen, gab nach kaum einem anee Jahre diesen Plan wieder auf und setzte eine Studien in Leipzig fort. Seit 1841 nahm er seinen Aufenthalt wieder in Pest, ging dann 1843 nach Wien, wo er in innigen Verkehr zu Nikolaus Lenau trat, und hierauf 1844 nach Berlin. ch Ausbruch der Bewegung von 1848 wandte er sid wieder nach Wien und nahm hier, nach mehrjähriem Wanderleben, bleibenden Aufenthalt als Feuilleton-Redacteur des ministeriell gesinnten „Llondo. Er starb 10. April w1879 zu Währing bei Wien. Bis erstem, mit vielem Beifall aufgenommenen Werke: WNächte. Gepanzerte Lieder» (Lpz. 1838), folgten Der fahrende Poety (Lpz. 1838), „Stille Liederd (Opz. 1839), dann das trotz aller Pracht 668 Becken (geographisch und geo der Diktion undramatische Trauerspiel Saul v (Lpz. 1841), ein Roman in Versen: Janko, der ungar. Roßhirto (Lpz. 1842; 3. Aufl. 1870), «Gesammelte Gedichtes (Berl. 1844; 9. Aufl. 1869), (Lieder vom armen Manner (Berl. 1846; 4. Aufl. 1861), Aus der Heimato (Dresd. 1852; 4. Aufl. 1862), Mater dolorosad (Roman, Berl. 1853; 2. Aufl. 1854), (Jadwigas (Lpz. 1863), Erzählung in Versen, Still und — zweite Sammlung der Gedichte » (Berl. 1870). Bis Gedichte spiegeln die leidenschaftliche Erregbarkeit seiner Landsleute und die eigentümliche Natur seiner Heimat in klangreichen formvollendeten Versen und lebensvollen Bildern wieder. Namentlich im Janko » tritt sein dichterisches Talent aufs glänzendste hervor. Dagegen ermangeln seine lyrischen Gedichte zum Teil eines bestimmten und begrenzten Objekts.