FeedBaltard (Victor)
BaukunstBrockhaus 1882

Baltard (Victor), franz. Architekt, geb. zu Paris 19. Juni 1805, einer der drei Söhne des durch Herausgabe vieler Prachtwerke bekannten Baumeisters und Kupferstechers Pierre Louis B. (geb. 9. Juli 1765 zu Paris, gest. 22. Jan. 1846), erhielt den ersten Unterricht von seinem Vater und erwarb 1833 den ersten großen Preis in der Architektur und damit das Staatsstipendium für weitere Studien in Rom. Bei seiner Rückkehr zum Baumeister der Staatsbehörde und des pariser Stadtamts ernannt, besorgte er die Ausbesserung oder Ausschmückung der Kirchen St.⸗Germain des Prés, St.⸗Severin und St.⸗Eustache wie auch die Vollendung des von Lelong begonnenen neuen Stempelhauses. Später leitete er den Neubau der pariser Markthallen, seine bedeutendste Schöpfung. Das auf Kosten des Herzogs von Luynes gedruckte Prachtwerk Recherches sur les monuments de Ihistoire des Normands et de la maison de Souabe dans L'Italie méêridionales enthält von ihm viele nach der Natur aufgenommene Platten. Auch sind alle Kupfer der beiden Monographien La Villa Médicise (1847 — 48) und Les Halles centrales de Pariso (1863—64) nach seinen Zeichnungen gestochen. Er starb 14. Jan. 1874.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 411Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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