Bause (Joh. Friedr.), ausgezeichneter Kupferstecher, geb. 5. Jan. 1738 zu Halle, wendete sich in seinem 18. Jahre der Kupferstecherkunst zu, bildete sich durch Selbstudium in Halle und einige Zeit unter der einer⸗ des Kupferstechers Haid in Augsburg in seiner Kunst aus. Insbesondere nahm er sich Wille in Paris zum Vorbild, mit dem er in fortwährender Verbindung blieb. Später ließ er sich in Leipzig nieder, wo er in der Folge Professor der Kupferstecherkunst bei der Kunstakademie wurde und bis kurz vor seinem Tode, der 3. Jan. 1814 zu Weimar erfolgte, 97 aufhielt. Seine histor. Blätter und vorzüglich seine Porträts, besonders nach Gemälden von A. ½ und Öser, sind am meisten geschätzt. Sein ganzes Kupferstichwerk enthält über 200 Blätter. Er hinterließ eine reiche Sammlung von Kupferstichen und Radierungen, die in den Besitz des Hofrats Keil zu Leipzig kam. Vgl. Keil, „Katalog des Kupferstichwerks von B.v (Lpz. 1849).