FeedBamo
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Bamo, B'hamo oder B'han-mo, die bedeutendste Handelsstadt im Reiche Birma in Hinterindien, liegt am östl. Ufer des Irawadi unterhalb der Einmündung des Taing-Kiang-Lang-Hong und —— 12—15000 E. Der sehr belebte Ortist Hauptsitz es birman.⸗chines. Handels. Alljährlich treffen hier vom Oktober bis Mai (nur die Regenzeit unterbricht den Verkehr) die mit Seide, Manufaktur⸗ und andern Waren beladenen Karawanen chines. Kaufleute, zunächst aus der Provinz Jünnan (deren Grenze siach agemärsche ostwärts entfernt ist) und die flachen Boote der Birmanen mit ihren Baumwollballen und andern Produkten zusammen. Der lüberwert der Baumwollausfuhr sowie der Wert des durh e Exports findet seine Ausgleichung zum Teil durch Ein ½ Quecksilber, Zink, Zinnober, Samt-und Seidenzeuge, Opium, russ. Tuch u. s. w., teils durch Zahlung in chines. Silber (Si'⸗Szi-Silber) und Blattgold. Neben der Baumwolle kommen für den Export nach China noch in Betracht: Schmuckfedern, Serpentinstein oder Ju, Bernstein, fleischfarbener Feldspat zu Rangknöpfen, außerdem eßbare Vogelnester, Arekanüsse, Elfenbein, Rhinoceros⸗ und Hir Mart Die Gesamtausfuhr wird auf 6 — 7 Mill. Mark, die Gesamteinfuhr an Waren auf 5—6 Mill. Mark geschätzt. Engl. Dampfer mit flachen Schleppschiffen vermitteln den Verkehr mit Rangun. Vgl. Bowers, „Bhamo-Expedition, deutsch von Merzdorfo (Berl. 1871).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 420Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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