Bang oder Guaza ist der Handelsname einer Sorte der getrockneten, von den Stengeln befreiten Blütenäste des ind. Hanfs, charakterisiert durch bräunliche Farbe der Aste, graugrüne Blätter, deren Deckblättchen mit rotbraunen Drüsen besetzt sind; sie desten geringe Harzausschwitzung und kleben infolge dessen wenig zusammen. Eine andere, harzreichere Sorte wird mit dem Namen hen Ph oder Haschisch belegt; diese ist von der Deutschen Pharmakopbe als Herba Cannabis Indicae 1 Dlulenden und folgendermaßen beschrieben: Die blühenden, angedrückt behaarten, scharf anzufühlenden, durch eine abgesonderte harzige Masse zu dichten, beblätterten, etwas klebten, zum Teil schon fruchttragenden Astchen der weiblichen Pflanze; mit meist einfachen, lanzettlinienförmigen, aundter blütenständigen Blättern, mit scheidenartigen, die weibliche Blüte oder später das sehr charakteristische Nüßchen einschließenden, braunroten drüsigen Deckblättchen; von narkotischem Geruch, der namentlich beim Erwärmen hervortritt. Der ind. —1 von welchem diese Drogue kommt, unterscheidet sich von unserm europäischen botanisch nicht, in das. Beziehung ist er aber durch die Kultur und das tropische Klima wesentlich verändert worden. Während der europ. 86 ein völlig harmloses Gewächs ist, enthält der in Ostindien gewachsene stark narkotisch wirkende Stoffe, die zwar noch wenig untersucht sind, deren Sitz aber in dem von der Ranze ausgesonderten Harze gesucht wird. Von den Orientalen werden n Oeteauke dart Pflanzen geraucht oder es werden Getränke daraus bereitet, in dem einen wie in dem andern Falle entstehen nach dem Genusse Betäubungszustände, die den durch Opium hervorgebrachten uber sind. Die Deutsche kennt außer der Drogue ein eingedicktes alkoholisches Extrakt der Pflanze und eine Tinktur, 7r½½7 aus einer Lösung von 1 Teil Extrakt in 19 Teilen Weingeist.