Barmherzine Schwestern (Scurs oder Filles de la charitè oder de la miséricorde, bisweilen auch wegen ihrer grauen Kleidung Graue Schwesterno, Sœeurs griseso genannt) sind unter sich unabhängige Vereine ungfrauen zur Milderung menschlichen Elends, besonders zur Kranken- und Armenpflege, welche 1634 in Frankreich Vincenz de Paula ins Leben rief, hierbei vornehmlich unterstützt durch die edelherzige aufopfernde Witwe Le Gras, geb. von Marilac. Der Verein wurde 1655 vom Papst anerkannt und Wunia 1685 schon 224 Klöster der segensreichsten Wirksamkeit. Die Französische Revolution unterbrach ihre Thätigkeit, doch si te Napoleon ites der 1807 durch Beruung eines Generalkapitels der Rutter m Schwetern unter dem Vorsitze seiner Mutter und durch ewilligung der notwendigen Gelder wieder her. Gegenwärtig bestehen wieder mehr als 300 Gen dieser Art in Frankreich. Das Mutterhaus des Ordens, St.⸗Charles zu Nancy, hat auch nach Saarlouis Trier, Koblenz und andern deutschen Städten Mitglieder abgegeben. Einen Nebenzweig dieser Nonnen bilden die Barmherzigen Schwestern des heil. Borromeo in Lothringen. Gleiche Zwecke verfolgen übrigens in Deutschland die Elisabethinerinnen, deren Vorbild die heil. Elisabeth, Landgräfin von Thüringen und Hessen ist, sowie die Ursulinerinnen, Salesianerinnen und Lazaristen. Vgl. „Die Barmherzigen Schwestern in 1831); Fleischmann, Das Wirken der Barmherzigen Schwestern in Wien» (Wien 1839). Auch in