Barnabiten werden die 1530 von drei mailänder Klerikern, Zaccaria, Ferrari und Morigia zur Linderung von Kriegsnot gestifteten, 1533 von Papst Clemens VII. bestätigten regulierten Chorherren des heil. Paulus (Paulaner), nach der ihnen in Mailand 1545 eingeräumten Kirche des heil. Barnabas, genannt. Ihre Tracht ist das schwarze Gewand der Weltgeistlichen und ein rundes Barett. Außer der Krankenpflege widmen sie sich der Mission, der Predigt, der Seelsorge und dem Jugendunterricht. Zu den drei gewöhnlichen Klostergelübden haben sie noch ein viertes hinzugenommen, sich nicht um höhere kirchliche Würden zu bewerben. Sie fanden in Italien, wo sie an den Akademien zu Mailand und Pavia Theologie lehrten, in Frankreich und osterreich, wo man sie zur Bekehrung der Protestanten benutzte, sowie in Spanien Eingang. Jetzt besitzen sie etwa noch 20 Häuser ollegien) in Italien, Spanien und Osterreich, mit dem Haupthause zu Rom. Mit den B. von der Paulaner-Kongregation ist durch Karl Borromäus (1579) auch die ältere, 1441 unter Eugen IV. vereinigte Eremiten-Kongregation des heil. Barnabas verschmolzen worden (bestätigt 1606 durch Paul V.). Bald 15 ihrer Gründung verband sich mit Rand ein weiblicher Orden, die Angeliken, in Deutschland unter dem Namen Englische Fräulein bekannt.