Barnim, der alte Name einer Landschaft in der brandenb. Mittelmark des Königreichs Preußen, in Urkunden Terra Barnym genannt, zersiel einst in den Olden Barnem oder Alten B., und den Nyen Barnem oder Neuen B. Der erstere reichte nördlich der Finow bis zur Südgrenze der spätern Ukermark und umfaßte die Gegend von Liebenwalde und Zehdenick an der Havel ostwärts bis Parstein und derberg a. O. Der Neue B. umfaßte das Land nördlich der Spree bis zur Finow zwischen der Havel und Locknitz und bildete mit dem Teltowe (dem Lande südlich der Spree zwischen Havel, Nuthe und Dahme bis zum Teltowschen Bruche) den Pagus Sprewa oder den Spreegau. Albrechts II. Söhne, Johann II. und Otto III., brachten beide Länder (Neu-⸗B. und Teltowe) zwischen 1225 und 1232 von einem gewissen Barwin oder Barnem, der ohne weitere aupan f als Herr derselben genannt wird, durch Kauf an sich. Die jetzigen Kreise B. im preuß. Regierungsbezirk Potsdam sind großenteils aus dem ehemaligen Lande B. gebildet. — Der Kreis Nieder-Barnim, der westlichere, von Berlin und der Spree bis 53 nördl. Br. gelegen, hat sein Landratsamt zu Berlin und zählt (1880) auf 1740,14km 126 977 CE. in 419 Wohnplätzen, wovon vier Städte sind. — Der Kreis Ober-Barnim liegt im ND. und O. vom vorigen, hat zur Kreisstadt Freienwalde und zählt (1880) auf 1215,26 qkm 79 011 C. in 351 Wohn lätzen, wovon sechs Städte sind.