FeedBaryeeutrisch (grch.⸗lat.)
HimmelskundeBrockhaus 1882

Baryeeutrisch (grch.⸗lat.), auf den Schwerpunkt bezüglich. Als barycentrische Regel bezeichnet man die mathem. Regel, daß das Volumen und die Oberfläche eines Rotationskörpers gefunden werden, wenn man die Größe der rotierenden Fläche, resp. die Länge der rotierenden Linie, mit dem Wege multipliziert, welchen der Schwerpunkt dieses Elements beschreibt. Diese Regel wird auch Guldinsche Regel genannt, weil sie der Jesuit Paul Guldin (geb. 12. Juni 1577 zu St. Gallen, gest. als Professor der Mathematik zu Graz 3. Nov. 1643) in seinem Werke«Centrobaryca seu de centro gravitatis etc. (Wien 1635) erläutert. Dieselbe kommt indes auch schon bei dem griech. Mathematiker Pappus (s. d.) vor. Baryeentrum (grch.⸗lat.), der Schwerpunkt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 521Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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