FeedBastide (Jules)
AllerleiBrockhaus 1882

Bastide (Jules), franz. Publizist und Historiker, Een zu Paris 22. Nov. 1800, besuchte das College Henri IV. und widmete sich dann der Rechtswissenschaft. Als Teilnehmer an der Emeute vom 5. Juni 1820 verwundet und ins Gefängnis bei und trat B. 1821 der Carbonariverbindung bei und beteiligte sich an allen Unternehmungen gegen die Restauration. Als Artilleriekapitän der Nationalgarde wurde B. in die Dezember-Emeute von 1830 Hennen ezogen. Damals gehörte B. zu einer geheimen esellschaft unter Buonarotti's Hauptleitung. Dieser Verein beauftragte ihn mit der Organisation der republikanischen Partei im Süden von Frankreich, und er begab sich deshalb Anfang 1832 nach Lyon und Grenoble. Nachdem er wegen republikanischer Umtriebe verhaftet und vor Gericht gestellt war,‚ beteiligte er sich nach seiner Freilassung gegen Ende Mai als einer der Anführer am Aufstande, welcher 5. Juni 1832 bei Gelegenheit der Bestattung des Generals Lamarque zu Paris ausbrach. Er wurde zum Tode verurteilt, i Jah aber aus dem Gefängnisse und lebte nun zwei Jahre in England. Als Publizist war er am Nationalo und an der von ihm begründeten radikalen Revue nationalep thätig. —0 der Februarrevolution von 1848 fungierte B. als Delegierter für das Ministerium des Außern, dann als Generalsekretär dieses Ministeriums, war Mitglied der Konstituierenden Nationalverfammlung und vom 10. Mai 1848 bis zum 20. Dez. Minister der auswärtigen Angele Bel And — aber eine unbedeutende Rolle. Viel Aufehen erregten seine Schriften La République trançaise et I'Italie en 18485 (Brüssel 1858) und 4Guerres de religion en France (2 Bde., Par. 1859). Von seiner Histoire de Passemblée législative erschien nur der erste Band (1847). B. starb 3. März 1879 zu Paris.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 549Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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