FeedBatterie
TechnikBrockhaus 1882

Batterie ubeegehenhe heißt eine dauernde oder nur vorübergehende Zusammenstellung mehrerer Geschütze zu einem bestimmten einheitlichen Gefechtszweck. Deckt man die Geschütze einer B. durch einen kunstmäßig in Erde, Stein oder Eisen aufgeführten Bau, so nennt man diesen, für sich sowohl. als mit den Geschützen besetzt gedacht, ebenfalls B., während eine nur flüchtig in Erde ausgeführte Gebortommt, ale wie sie namentlich im Feldkrieg vorkommt, als Geschützemplacement oder Geschützeinschnitt bezeichnet wird. Bei Kriegshre bilden die in einem Deck aufgestellten Geütze eine B. Dient das — ohne eine besondere Manöyrierfähigkeit zu besitzen, lediglich als Artillerieaufstellung, so wird es Schwimmende B. (. d.) genannt. Eine dauernde Vereinigung von Geschützen mit ihrem Personal zu B. findet nur in der Feldartillerie statt (Anzahl der Geschütze einer l eldbatterie 6—8). (S. Artillerie.) Diejenigen Randor Feldbatterien, welche eine nur geringe Manövrierfähigkeit besitzen, pflegt man Positionsbatterien zu nennen; solche kommen noch in der ft engl. Artillerie vor. Belagerungs⸗ oder Anriffsbatterien heißen die zur Beschießung von l Hestmngen angelegten, in Erde gebauten B., welche je nach der Geschützart in Kanonen⸗ und Mörser⸗, je nach dem Zwecke in Bombardements⸗, Enfilier⸗ i und Ricochett⸗, Demontier⸗, Demolitions-, Bresche⸗, f Kontre⸗, Flügelbatterien zerfallen. Sie zählen 4, 6, r 8, Dung bis 12 Geschütze. (S. Belagerung.) In Festungen kommen kasemattierte und Pan⸗( erbatterien vor. Zur Grabenbestreichung besimmte B. werden Flankenbatterien genannt. Erdbatterien, welche im Anschluß an detachierte orts und zu deren Unterstützung angelegt sind, ühren den Namen Anschluß⸗, Zwischenbatterien. Zur Unterstützung der Infanterie eim Kampf ums Vorterrain einer Festung werden Armierungsbatterien angelegt. B. zur Küstenverteidigung heißen Küsten⸗ oder Strandbatterien; liegen 15. mit dem Wass alriepel in fast gleichem Niveau, so nennt man sie auch B. à fleur d'eau. Eine Belagerungsbatterie hat eine Erdbrustwehr, hinter welcher die Geschütze so aufgestellt sind, daß sie entweder durch Scharten oder über Bank feuern. Der Geschützstand ist meistenteils unter den Horizont versenkt und eine solche B. heißt gesenkte B. Nur selten liegt er auf dem Lorzoui oder erhöht, und man spricht alsdann von orizontalen heden auf 0s erhöhten B. Die Geschütze selbst stehen auf Holzunterlagen, die man Bettungen nennt. Die innere öschu der Brustwehr ist gewöhnlich mit Strauchwerk bekleidet. Zur Aufnahme der Munition dienen Pulvermagazine und Geschoßräume, zum Schutz der Mannschaften Unterstände. Nur selten kommen bedeckte, d. i. von oben her eingedeckte und gegen Wurffeuer gesicherte Belagerungsbatterien vor. Küstenbatterien sind vollkommener ausgeführt und haben Weite die Form eines * lönner geschlossenen erks. Kasemattierte B. können in einer oder in mehrern Etagen gebaut sein; die aen feuern bat durch rings umschlossene Scharten. Panz erattterien sind entweder ganz in Eisen aufgeführt und dann mit sehr engen, sog. Minimalscharten versehen, oder die Panzerung dient nur zum Schutz einer mit Scharten versehenen Stirnmauer.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 560Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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