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ErdkundeBrockhaus 1882

Beauus (neulat., wahrscheinlich vom frz. béjanne, Gelbschnabel), früher Bezeichnung für einen neuangekommenen Studenten Fuchs; dann auch Bear wie dummdreister Mensch; Beanität oder eanismus, das Benehmen eines Grer Bearn (lat. Benearnia), eine südl. schaft Frankreichs von unge 0 4500 Akm Flächenraum, welche dem größern östl. Teile des jetzigen Depart. Nieder-Pyrenäen 8. Dich t und von den bags binadiei ipfeln des dichtbewaldeten Geirgs hinabsteigt zu niedern Vorbergen, die reißende chen. Das Klima ist müche und beiond. Nerowel Bäche und kleinere Gebirgsflüsse vielfach durchfurden unterstützen die wasl Vieh⸗, besonders Pferdeucht. Die Terrassen ind mit Reben geschmückt; in den tiefgelegenen Gegenden gedeiht der Mais; auf den übrigen Bergebenen ist der Flachsbau weit verbreitet. Der mit allen Tugenden eines kräftigen 1 Eer den Bergban HBesot Bearner betreibt mit Eifer den Bergm, besonders auf Eisen, sowie Terra enkultur, Viehzucht und Leinwandmanufaktur. großer Anzahl wandert auch die Bevölkerung alljährlich in die Umgegend und am häufigsten nach Navarra und Catalonien, um Arbeit zu en. Die eigentliche Landessprache ist, seitdem sich hier im 6. Jahrh. die Vasconen festgesetzt, die baskische, wenn auch seit der Revolution immer 51 5. vom S n verdrängt. Die Hauptstadt des Landes ist Pau Cnn Ein Zeitgenosse Ludwigs des Frommen, cogne, vereinigte die Besitzungen, aus denen die Vicomté B. entstand, und deren erster Regent sein Urenkel Centullus I. war. Unter dessen, gewöhnlich Gaston oder Centullus benannten Nachfolgern zeichnet sich besonders aus Gaston IV. (1088— 1130), einer der Helden des ersten Kreuzzugs, der nach seiner Rückkehr durch eine Reihe Gro thaten im Dienste des Königs Alfons I. von Aragonien Saragossa zu *7 erhielt. Nachdem 1134 mit Centullus V. der Mannsstamm der alten Vicomtes erloschen war, lief das Land Gefahr, die Unabhängigkeit zu verlieren, indem dessen Tochter Marie 1170 den König Alfons II. von Aragonien in ihren Besitzungen zum Lehnsherrn erklärte. Die empörten Bearner griffen zu den Waffen, nötigten Marie mit ihrem Gemahl Wilhelm von Moncada zur RBucht und unterwarfen sich einem Edelmann aus igorre, der jedoch im zweiten Jahre seiner Herrchaft ermordet wurde. Das gleiche Schicksal hatte ein Nachforhtr⸗ ein Ritter aus Auvergne. Die earner wählten nun einen Sohn der Prinzessin Marie, der als Gaston VI. die Regierung bis 1215 Dennrgfuh führte. Vut folgte sein Bruder Wilelm Raimund, der ebenso wie sein Sohn nur kurze eit herrschte, dagegen um so länger sein Enkel Gaston VII. (1229—90). Durch die zweite Tochter III por Margarethe, die mit dem Der Roger VII. von Foir vermählt war, ging die Vicomté in die Hände der Grafen von Foir über. Seitdem gehörte das Land mit Geai und Navarra nacheinander den Häusern Foix, Graill und Albret. Johanna von Albret, die Erbin der Länder ihres Hauses, heiratete 1548 Anton von Bourbon u interließ 1572 als Erben ihren Sohn, den nachmaligen König Heinrich IV. von Frankreich. Durch „diesen, der spottweise der Bearner genannt wurde, kam B. an Frankreich, mit dessen Krone es 1620 durch Ludwig XIII. auf immer vereinigt wurde. Seitdem begann zugleich die gewaltsame Unterdrückung des Protestantismus, der seit 1560 in B. die Herrschaft gewonnen —— Vgl. Pierre de Marca, Hlistoire de B.5 (Par. 1640); Bordenave, Histoire de B. et Navarre. Publiée pour la premiere fois sur le manuscrit original Par P. Ray1Jeine weibliche Person, die, ohne Nonne zu sein, wie „Neine solche lebt, Bets weser * 9 eine vom eSeliggesprochene; irgo, selige Jungfrau, häufige Bezeichnung der Jungfrau Maria; Beatae memoriae, seligen Andenkens.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 651Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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