FeedBätika
ErdkundeBrockhaus 1882

Bätika, von der 70 von Gibraltar an ostwärts bis zu den südöstl. Ausläufern der Sierra Nevada. Basuto (im Singular Mosuto), der bekannteste Stamm der Betschuanen (O d.) in Südafrika oder richtiger eine polit. Vereinigung von Bruchteilen verschiedener Betschuanenstämme, deren regierendes Haus dem Stamme der Bakuena angehört. Ihre Sprache, das Sesuto, ist ein besonderer Dialekt des Setschuana. Sie wohnen am südöstl. Ufer des Caledon. Vereinzelte Tafelberge, die Malutikette oder Blauen Berge steigen dort 5-600 m hoch aus den Thälern empor. In letztern schießt der Graswuchs üppig empor, sodaß man ihn jeden Winter durch Feuer niederlegen muß. Da vom Oktober bis April reichliche Regen fallen, 4 tritt fast nie Miswachs ein. Die Hütten der B. liegen stets in einem Kreise, dessen innern Raum die Herden einnehmen. Von den Handwerken ist das der Schmiede das angesehenste. Als Feldfrucht wird hauptsächlich Sorghum ebaut, neuerdings auch Mais und Weizen, ferner elonen, schwarze Bohnen, Erdeicheln und Tabak. Die Kleidung der B. besteht in einem Lendenschurz aus weichem Leder, bei den Weibern in einem bis an die Knie reichenden Hüftenröckchen. Die B. sind Ticht und gastfreundschaftlich, aber an kriegerischer üchtigkeit den benachbarten Kaffern bei weitem nicht gewachsen. Infolge früherer Bürgerkriege unter den Betschuanenstämmen hatten sich zwei Drittel der B. in der Kapkolonie niedergelassen und gingen erst unter dem König Mosches. (gest. 1870) wieder in ihre Heimat zurück. Auch wanderte 1824 eine starke Abteilung unter dem Häuptling Sebitoane nach dem obern Zambesi aus, wo sie Livingstone unter dem Namen Makololo kennen lernte. Das Gebiet der B., das auf 21794 akm 12.0 0 1868 mit den brit. Besitzungen vereinigt. Als aber die Regierung der Kapkolonie 1880 allen Eingeborenen die Waffen auszuliefern befahl, erfolgte ein Aufstand eines Stammes der B. unter Masupha, der nach einigen Siegen der Kolonialtruppen mit einem Waffenstillstand 18. Febr. 1881 endete. (S. Bantuvölker.) Vgl. Casalis, Les Bata, Marktflecken, im Tolnaer Komitat in Ungarn, mit 3450 E., die trefflichen Weinbau treiben. Bataille (frz.), Schlacht. Bataillon (frz.) hieß im 15. und 16. Jahrh. jeder selbständige Schlachthaufen der Infanterie vom ital. battaglia und battaglione, der in verschiedener Stärke in der Form eines Vierecks auftrat und daher in Deutschland auch Geviert⸗ oder Gewalthaufe genannt wurde. Im 17. Jahrh übertrug man den Namen auf eine Abteilung der Wfurng'i von bestimmter Stärke. Das heutige muß Selbständigkeit besitzen und seine Kompagnien nach den Gefechtsverhältnissen einzeln verwenden können, gleichzeitig aber eine leichte Aube rung gestatten; man giebt ihm daher eine Stärke von 600—1000 Mann. Die B. wurden bisher in den verschiedenen Armeen verschieden eingeteilt, in 4, 5, 6, 8, ja selbst 10 Kompagnien; da aber die Gliederung in starke Kompagnien eine Vorbedingung für die in neuester Zeit überall adoptierte Kompagniekolonnen-Taktik bildet, so ist die dem preuß. Heere schon seit den Befreiungskriegen eigentümliche Einteilung in 4 Kompagnien jetzt von den meisten Armeen, namentlich Ssterreich, Zanemdet Italien, Belgien, Schweden-Norwegen, Dänemark und Rußland, angenommen worden, dagegen wird das englische B. n in 8 Kompagnien eingeteilt; 2—4 B. bilden ein Regiment, man hat aber auch besondere Grenadier⸗, Jäger⸗, Schützen⸗, silier⸗ und Voltigeurbataillone, die zuweilen in einem Regimentsverbande stehen. ei der Artillerie, den Genietruppen, dem Train ist das B. nur Verwaltungseinheit, Aubeit d es bei der Infanterie auch die taktische Einheit darstellt. Batalha, Städtchen (Villa) mit (1878) 3632 E. im Distrikt Leiria der portug. Provinz Estremadura, 135 km nordnordöstlich von Lissabon, am linken Ufer des Küstenflusses Liz, hat großen Ruf durch das prachtvolle Dominikanerkloster Mosteiro Real de Sta.⸗Maria da B. erlangt, welches König Johann I. von Portugal zum Andenken des Sieges über Johann I. von Castilien bei dem benachbarten felbe i Aljubarrota (14. Aug. 1385) stiftete. Daselbe ist im normann.⸗got. Stile aus einem kalkhaltigen Sandstein von dem Irländer Hacket erbaut, und mißt in der Länge 178, in der Breite 137 m. Die Kirche, überaus prachtvoll, mit vielen Kunstschätzen geschmückt, neuerdings restauriert, gilt für das Errhe und wertvollste Bauwerk Portugals. In ihr ruhen die Gebeine der vier ersten Könige aus dem Hause —½ Johanns I., Eduards, Alfons' V. und Johanns II., sowie des Insanten Heinrich des Seefahrers. Das Kloster ist von weitläufigen Gärten umgeben. Die Stadt hat den Namen nach der siegreichen Schlacht (Batalha). Vgl. S.⸗Luiz, (Memoria sobre as obras do mosterio de S.-Maria da Vittorias (Lissab. 1827). Batänes, ein kleiner Archipel, unter 18 nördl. Br. und 124 östl. Länge (von Greenwich) nördlich von den Philippinen in Ostasien Helegen, in geogr., geol. und polit. Hinsicht denselben gehörend, und wie sie unter span. Hoheit stehend. Die größern Burent sind Bayal oder Orange im Norden mit dem afenplatz San-José d'Wano an seiner Westseite; südlich von dieser Insel Batan oder Grafton, südwestlich von dieser Saptang oder Monmouth mit der kleinen, westlich ihr nahe gelegenen 15 eninsel und der von beiden südlich gelegenen Insel Bashi. Batang oder Battam, Insel im ostind. Archipel, liegt unter 1“ nördl. Br. und 104 10 östl. L. (von Greenwich), östlich von Sumätra, südlich von der Halbinsel Malakka; westlich, in nur geringer Entfernung, von der Insel Bintang (s. d.), ist 413 akm groß und bildet gleich dieser eine Abihre E der niederländ. oleur gestelt. iouw. An ihre Spitze ist ein Kontrolleur gestellt. Die Hauptbeschäftigung der dedler dateld namentlich der zahlreichen Ar Ansiedler daselbst, besteht in der Kultur der Uncaria Gambir und der Bereitung des von diesem Baume gewonnenen Catechu für den Handel und die Ausfuhr.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 550Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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