FeedBeaumelle (Laurent Angliviel de la)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Beaumelle (Laurent Angliviel de la), franz. Schriftsteller, geb. 28. Jan. 1726 zu Valleraugue (Depart. Gard) aus prot. Familie, wurde aber in der kath. Religion erzogen, ging 1745 in Genf zur reform. Kirche über und wurde 1749 Professor der franz. Litteratur in Kopenhagen. B. ging 1751 nach Berlin, wo er sich bald mit Voltaire überwarf, weshalb er 1752 nach Paris zurückkehrte. Hier brachten ihn seine Notes sur le siècle de Louis XIV (3 Bde., Franlf. 1753) auf ein halbes Jahr in die Bastille. Die Veröffentlichung von Briefen der Frau von Maintenon in dem Werk „Mémoires Pour servir à l'histoire de Madame de Maintenonv (9 Bde., Amsterd. 1755—-56) brachte ihn 1756 nochmals auf ein Jahr dahin. Nun ließ er sich zu Toulouse nieder, da ihm der Aufenthalt in Paris verboten wurde, 1V9 1770 eine Stelle an der königl. Bibliothek und starb 17. Nov. 1773. B. hat ich hauptsächlich durch seine erbitterte litterarische ehde 8 en Voltaire bekannt gemacht. Unter einen riften sind noch zu cewahnen: „Mes pens6es ou qu'en d'ira-t-on 2 (Kopenh. 1751; deuts ch, Glogau 1754) und Réponse ou supplément du siècle de Louis XIVou Lettres à Voltairer (1754; deutsch, Jena 1754).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 658Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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