FeedBessieres (Jean Baptiste)
GeschichteBrockhaus 1882

Bessieres (Jean Baptiste), Herzog von Istrien, Marschall, einer der besten Reitergenerale Napoleons I., geb. 5. * 1768 zu Prayssac im Depart. Lot, trat 1790 in die konstitutionelle Garde Ludwigs XVI., wurde nach Auflösung reuht, Korps 1792 in die Legion der Pyrenäen eingereiht, wohnte dem Feldzuge Hen Spanien bei, ging 1796 zur ital. Armee und zog durch seinen Mut die Aufmerksamkeit Bonapartes auf sich, der ihm den Befehl der Guideneskadron übertrug. Im J. 1798 be-EtDe er Bonaparte nach Agypten, wo er sich bei St.⸗Jean d'Acre und dann in der Schlacht bei Abukir 25. Juli 1799 auszeichnete und zum Brigadeeneral ernannt wurde. Mit Bonaparte nach rankreich amaire und et unterstützte er denselben am 18. Brumaire und erhielt, zum Divisionsgeneral befördert, den Befehl, die neue ital. Armee zu organisieren. Bei Marengo entschied er durch eine Kavallerieattacke mit Kellermann den Rückzug der Osterreicher. Bei der Thronbesteigung Napoleons, 1804, wurde B. zum Marschall und Großoffizier der Ehrenlegion befördert. m er aa Rerie Osterreich 1805 befehligte er außer der Kavallerie der Kaisergarde noch eine Kavalleriedivision. Er durchbrach auf der Brünn-Olmützer Straße Kutusows Nachhut und trug in der Schlacht bei Austerlitz viel zum Erfolg des Tages bei. Auch im Kriege von 1806 kommandierte er die Gardekavallerie bei Jena, kämpfte 1807 bei Eylau und Friedland und wurde zum Herzog von Istrien erhoben. In Spanien befehligte er 1808 ein Armeekorps und siegte el tändig 14. Juli in der Schlacht bei Medina el Rio-Seco. Als zu Anfang des November Napoleon Im, den Oberbefehl der Armee in Spanien ubernahm, erhielt B. den Befehl über die Reservekavallerie. Zugleich mit dem Feinde, den er umgangen, rückte er 9. Nov. in Burgos ein. Am 4. Dez. befand er sich bei der Einnahme von Madrid und verfolgte dann das span. Heer unter Castanos. Im österr. Kriege von 1809 führte er wieder die Reservekavallerie, an deren Spitze er bei Landshut und Eckmühl siegreich kämpfte. In der Schlacht von Aspern, 21. Mai, ließ Napoleon Mec B. die großen Reiterangriffe unternehmen, dur welche er das österr. Centrum zu etKe hoffte. Bei Wagram wurde B. verwundet. ach dem baete mußte er an Bernadottes Stelle den Oberefehl in Holland übernehmen. Nachdem er 1811 Gouverneur von Altcastilien und Leon gewesen, wohnte er 1812 wieder an der Spitze der Kaisergarde dem Feldzuge in Rußland bei. Bis zur Schlacht an der Moskwa hatte er wenig Gelegenheit, sich auszuzeichnen; auf dem Rückzuge * er große Umsicht. Am 7. Sept. warf er ein Korps von 8000 Kosaken zurück, die den Versuch machten, das Hauptquartier bei Wiasma zu überfallen. Zu arbenher Feht ude in Deutschland 1813 erhielt er den bem Zaa über die franz. Kavallerie. Am 1. Mai, dem Tage vor der Schlacht bei Lutzen, ritt er an die Spitze der Truppen vor, welche Winzingerodes jenseit der Rippach aufgestellte Kavallerie vertreiben sollten, und wurde hierbei durch einen Schuß in die Brust getötet. essin, franz. Landschaft, s. unter Bayeux.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 898Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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