FeedBelemniten
TierreichBrockhaus 1882

Belemniten heißen die kalkigen, spitzkonischen, oft fingerförmig oder zapfenartig gestalteten und deshalb vom Volke als — — Donnerkeile oder Teufelsfinger bezeichneten Reste gewisser, jetzt ausgestorbener Tintenfische. Es sind unsern Sepienschulpen analoge Kalkausscheidungen innerhalb des Mantels der genannten Meeresbewohner. Abgesehen von ihrer auffälligen Gestalt, ist ihre radialstrahlige Zusammensetzung aus lauter rechtwinkelig auf der Längenachse stehenden Kalkfasern ein charakteristisches ucen Del für diese organischen Reste. Während das untere Ende derselben in eine Spitze ausläuft, ist das obere abgestumpft und trägt meist eine spitzkonische Vertiefung (die Alveolarhöhle), in der eine kegelförmige Röhre (die Alveole) steckt, die durch uhrglasähnliche Scheidewände in eine Anzahl horizontaler diese Alveole legt sich ein A. Fig. 2. nur in seltenen Fällen erhaltenes zartes Blatt und breitet sich nach oben zu dem eigentlichen hornigen Lolnng aus, wie ihn in hende Form der lebende Loligo besitzt. Die umstehende Abbildung zeigt in 8. 1 einen Belemnites hastatus, in Fig. 2 einen lemuites: iganteus. Die Be emnitentiere lebten auss ließlich während der Jura⸗ und Kreideperiode, waren aber damals durch sehr zahlreiche Arten vertreten, welche treffliche Erkennungszeichen ür die einzelnen Unterabteilungen der betreffenden Formationen abgeben. ů

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 711Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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