Ammoniakpflanze, s. Dorema. Ammoniakrut, ein von Norbin in Stockholm 1869 erfundenes Sprengpulver, das gewisse Vorzüge vor dem Nitroglycerin und dem Dynamit haben soll, die in seiner gänzlichen Gefahrlosigkeit und Wohlfeilheit bestehen. Seine Zusammensetzung wird geheim gehalten; doch scheint es eine teigähnliche Mischung von Nitroglycerin mit Kohle und i Immona Salzen zu sein. ([dungen, s. Ammonium (⸗Verbindungen). Ammoniten oder Ammonshörner, eine ausgestorbene Cephalopodenfamilie, mit gekammerten Schalen, ähnlich dem noch jetzt lebenden Nautilus, aber dadurch verschieden, daß die Kammerwände gegen die Offnung konvex und an ihren Rändern entweder zickzackförmig geknickt oder ausezackt (lobiert o) sind, sowie dadurch, 160 die alle dammern miteinander verbindende Röhre ben. Sipho) nicht in der Mitte, sondern an der Außenwandung die einzelnen Kammerwände durchbricht. Den spiralig in einer Ebene gewundenen A., welche mit der Gattung Goniatites bereits im Devon beginnen, schließen sich in der Kreideformation die haken⸗, kahn-, schnecken- und stabförmigen Gattungen Hamites, Scaphites, Turrilites, Baculites, Crioceras an. Am Ende der Kreidezeit starben alle A. aus. Viele der A. dienen als leicht kenntliche Leitfossilien (s. d.), so z. B. der beistehende Ammonites Humphresianus für den mittlern Dogger (Juraformation).