Belgen (Belgae) hießen bei den Römern seit dieses Auftreten in Gallien die den nördlichen Teil dieses Landes bewohnenden kriegerischen Völker, und nach den B. wurde seit Augustus die nördlichste gallische Provinz (Belgica) genannt. Im Gegensatz zu anderweitigen Annahmen wird man daran festhalten müssen, daß die große Masse der Völker von „Belgiumv (die Namen der B. und mehrerer belg. Stämme treten schon im Altertum, auch in Britannien und Irland aufj kelt. Abkunft war. Nur daß teils in jungerer, teils in älterer Zeit vor der röm. Eroberung unzweifelhaft auch starke deutsche und noch lange die Raben. . an ihren deutschen n begrenzt wurde, namentlich die mächtigen bern stammenden Aduatuker gwischen Schelde und Maas) und die Eburonen 6wischen Maas und Rhein) deutscher Abkunft. Die belg. Völker, wie sie Cäsar kennen lernte, waren von den Kelten des innern Gallien in ihrer Sprache nur dialektisch verschieden; sonst standen sie hinter denselben an Civilisation noch weit zurück, übertrafen sie aber weit an zäher Tapferkeit. Obwohl diese Völker nur im Kriege einen gemeinschaftlichen Führer anerkannten, machten sie doch, als Cäsar seit 57 v. Chr. ie angriff, durch ihre große Zahl, durch ihre wilde Tapferkeit und durch die rauhe Natur ihres Landes den Römern die Unterwerfung vorzugsweise chwer. Als nach Beendigung der röm. Bürgerriege der Kaiser Augustus das gall. Land zwischen Pyrenäen und Rhein im J. 27 v. Chr. organisierte, bildete er aus dem Norden die neue große Provinz Belgica, die aber außer den bisher so genannten belg. Völkern auch . das linke Rheinufer und ferner die Gebiete der revirer und Mediomatriker, * das Moselgebiet, die Kantone der Lingonen ngres), der Sequaner (mit der Hauptstadt Vesontio, das jetzige Besangon) und das röm. Helvetien umfaßte und ihren Centralsitz in Durocortorum (das jetzige Reims) hatte. Die Namen der belg. Stämme sind, namentlich seit dem 4. Jahrh., wie im innern Gallien, großenteils auf ihre Hauptstädte übertragen worden und haben sich in . Umgestaltung bis jetzt erhalten. sen, Regierungsbezirk Merseburg, Kreis Torgau, links an der lbe, Sitz eines Amtsgerichts, bis zur Reformation dem Stift Wurzen gehörig, zählt 2941 CE., die Weinbau, Thonförderung, Topferei, Ackerbau, Fischerei und Getreidehandel treiben.