Batäver ist der Name eines deutschen Wi. welches einen Teil des heutigen Holland, namentli die nach ihm genannte Insel Batavia (ursprüngli insula Batavorum) bewohnte, die derjenige Arm des Rheins, der sich bei Leiden in das Meer ergießt, nebst der Waal mit der Maas bildet; doch erstreckte sich ihr Land auch noch darüber hinaus. Nach Tacitus waren sie ursprünglich ein Stamm der Katten (s. d.), der, durch innere Unruhen aus der Heimat etrieben, nach dem Rheindelta hinabzog. Als die ömer unter Augustus sich 13 v. Chr. anschickten, Deutschland bis zur Elbe zu erobern, gewann ihre Diplomatie die B. für ein Bündnis mit Rom, sodaß Drusus und seine Nachfolger ihre Feldzüge gegen die benachbarten Germanen unterstützt von den B. unternehmen konnten. Sie leisteten so den Römern bis tief in das vierte Jahrh. n. Chr. gute Dienste und standen unter deren Oberherrlichkeit nur in der milden Form der sog. Bundesgenossenschaft. Man verschonte sie mit Schatzungen und Steuern und orderte von hie nur die Stellung von Mannschaft, ie in den verschiedensten Teilen des Reichs verwendet wurden. Besonders war ihre Reiterei vortrefflich. Während des Vitellianischen und Vespasianischen Thronkriegs (69 und 70 n. Chr.) empörten sie ich unter des Claudius Civilis Anführung gegen die Römer, kehrten jedoch endlich zu dem alten Bündnis wieder zurück. Zu Ende des 3. Jahrh. nahmen die salischen Franken die Bataverinseln Hemer und in Besitz. Vgl. Dederich, «Geschichte der Römer und der Deutschen am Niederrhein» (Emmerich 1854).