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MusikBrockhaus 1882

Benda kerfamilie. Der äl Künstler dises Aumens, Franz V. der Stiter einer eigenen Biolinschule in Beutse war 25. Nov. 1709 zu Altbenatel im bö i Tund bunzlau als der Sohn eines Lei ren u kam als Chorknabe an die Nikolaiki zu tarb als Im zu Potsdam 7. Marz 1786. Von einen vielen Kompositionen sind nur sehr wenige erausgegeben worden. — Sein noch tenderer zruder, Georg B. geb. 1721, wurde 1742 ebenalls in der Kapelle Friedrichs II. als Biolinspieler angestellt, trat aber 1748 als Kapellmeister in die Dienste des .Neise Friedrich III. von Gotha, der ihn 1765 eine Reise nach Italien machen ließ. Er nahm 1787 seinen Abschied in Gotha, wirkte einige Zeit als Musikdirektor am Schröderschen Theater in Hamburg und lebte dann in Wien, Gotha, Ohrdruff, Ronneburg, zuletzt in Köstritz, wo er 6. Nov. 1795 starb. B. war ein Mann von vielen Eigentümlichkeiten, namentlich knüpfen ah an seine uberaus große Zerstreutheit 7½ nekdoten. Große Berühmtheit erlangte er durch das Melodram »Ariadne auf Naros⸗ (17740. welches nach Rousseaus Vorgang eine neue Gattung in die deutsche Buhnenmufik einführte und viele Nachahmungen hervorrief. Außer vielen Instrumentalsachen komponierte er auch eine Reihe von Opern, von denen ehedem Der „Der Holzbauer», Lukas und Bärbchen», Das Findelkinde sehr beliebt waren. — Die beiden andern Brüder von Franz und Georg, Johann B., geb. 1713, gest. 1752 als Kammermusikus zu Berlin und J 1 eph B., geb. 7. März 1724, seit 17⁸⁶ werden ebenfalls als Violinspieler gerühmt. — Der jüngere Sohn von Franz, Karl Heinrich Hermann B., geb. 2. Mai 1748 zu Potsdam, gest. 15. März 1836, wurde sehr jung von Ader K II. seines Violinspiels wegen unter die Zahl der Kammermusiker aufgenommen und erhielt später die Stellung eines königl. Konzertmeisters. Er kam seinem Vater im Vortrag des Adagio am nächsten. — Sein älterer Bruder, Friedrich Wilhelm Heinrich B., geb. 15. Juli 1745 zu Potsdam, gest. 19. Juni 1814 als Kammermusikus in Berlin, war ein guter Violin⸗ und Klavierspieler und hat sich als Komponist von Kantaten und Opern ( 85, „Das Blumenmädchenz u. s. w.) einen Namen erworben. — Johann Wilhelm Otto B., Sohn des letztgenannten, geb. 30. Okt. 1775, gest. nach einem sehr wechselvollen Leben 28. März 1832 als Regierungsrat zu Oppeln, ist litterarisch durch seine Übersetzung des Shakspeare (19 Bde., 3.1825—26) bekannt geworden. — Anna Franziska B., die einzige Schwester von Franz B. und dessen Brüdern, eb. 1726, war eine der besten Sängerinnen ihrer eit. Sie verheiratete * an den Kammermusikus attasch in Gotha und starb daselbst 1780.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 754Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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