FeedBenuedikt von Nursia
ReligionBrockhaus 1882

Benuedikt von Nursia, der heilige, Reformator des abendländischen Mönchtums, ward 480 zu Nursia geboren. In Rom wi enschaftlichen Studien ergeben, aber abgestoßen durch das lasterhafte Leben seiner nöit n ging B. schon in seinem 14. Lebensjahre in die infamkeit, um in einer niedrigen Höhle er frommen Betrachtung zu leben. Als Heiliger und Wunderthäter verehrt, ward B. 510 von den Mönchen des Höhlenklosters von Vicovaro zum Abt er; wählt, welches Amt er jedoch bald wieder aufgab, als den Mönchen .4 Gehorsam und ein zwischen Gottesdienst und Arbeit geteiltes Tagewerk nicht ch um die Einsamkeit zurückgekehrt, sammelte um ihn eine L121 von Asceten, welche er in Cönobien von je 12 onchen in der Umgegend von Subiago ansiedelte. Nachdem so allmã ** in ihm der Plan gereift war zur Neuordnung des Mönchslebens, 4+ er 529 auf dem Monte-Casino bei Neapel ein neues Kloster mit eigener Ordnung, von wo aus die neue Regel des B. immer weitere unahme fund. 20 im Abendande fast allgemeine Annahme fand. Allzu strenger Ascese in Bezug auf Kleidung und Lei entzegentretend, forderte sie neben den geistlichen Ubunjen des Gebets, Lesens geistlicher Schriften und des Gottesdienstes auch körperliche Arbeit, vorzüglich in Kultivierung des Bodens, sowie Unterweisung der Jugend. Die ei entlich dinrer d Beschäftigung, durch welche die Benediktiner (s. d.) sich um die Erhaltung der klassischen Litteratur so sehr verdient gemacht haben, ist erst durch Cassiodor (s. d.) eingeführt worden. Gregor d. Gr. und Bonifacius, der Apostel der Deutschen, haben besonders mitgewirkt, die Regel im Abendlande zu allgemeiner Durchführung zu bringen. B. starb 21. März 543, die Beschreibung seines Lebens bei Gregor d. Gr. ist bereits voll von Wunderberichten.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 758Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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