Bentley (Rob.), engl. Botaniker, geb. 1825 in Hitchin, studierte in London Medizin und wurde 1847 Mitglied des Royal College of Surgeons. Seine Tanit und deien Zusammen er jedoch auf die Botanik und deren Zusammenhang mit der Medizin, und * diesen Gebieten hat er sowohl als Lehrer wie als Schriftsteller Bedeutendes geleistet. Nachdem er mehrere Ndt an den mediz. Schulen des London⸗, des 20 und des St.⸗Mary-Hospitals als Lehrer der otanik gewirkt, wurde er zum Professor der Botanik an Kings-College, in der Pharmaceutical Society of Great-Britain und in der London Institution ernannt. Längere Zeit war B. auch einer der Herausgeber des (Pharmaceutical Journalo, zu dem er zahlreiche Beiträge lieferte, 1866 und 1867 fungierte er als Präsident bei dem British harmaceutical Congreß. Abgesehen von seiner Mitarbeit an der engl. Ausgabe von Diemes Materia medica and therapeuticso, sind seine Hauptwerke 4 manual of Botanys (Lond. 1861; 3. Aufl. 187³ und das reich illustrierte Werk über Medic plantss, das seit 1875 in Lieferungen erscheint. Beuton (Thomas Hart), amerik. Staatsmann, eb. 14. März 1782 zu Hillsborough in Nordcearouna, siedelte später nach Tennessee über und ward hier Rechtsanwalt und Mitglied der Staatsgesetzgebung. Im Kriege von 1812 gegen England warb er ein Freiwilligenregiment, erhielt den Titel als Oberst und diente im Stabe Andrew Jacksons. Nach Beendigung des Kampfes ließ er sich als Rechtsanwalt in St. Louis nieder und wurde zum Bundessenator für den neuen Staat Missouri erwählt. In dieser Stellung erwarb er sich den Ruf eines der bedeutendsten amerik. Staatsmänner. Die Rnd einer Ausbreitung der Civilisation über die andstrecke zwischen dem Missouri und dem Stillen Meere wurde durch seine Beredsamkeit in das amerik. Volksbewußtsein eingeführt. B. war es auch, der zuerst die unentgeltliche Verteilung des Bundesdomaniallandes an Ansiedler vorschlug, eine Maßregel, die, von der dun Jahre uach ei aufs heftigste bekämpft, erst fünf Jahre nach seinem Tode ch verwirklichte. Die geogr. Erfors ung des Nordwestterritoriums wurde vorzugsweife von ihm angeregt. Der Plan einer großen Heerstraße (später einer Eisenbahn) quer ber den Kontinent bis zum Stillen ere stammt ebenfalls von ihm. In den dreißiger Jahren war B. in der Kontroverse über die Finanzpolitik des Landes der tonangebende Leiter ener Partei. Als treuester Achon damalsaun war B. der bitterste 97 der schon damals auf eine Kalllon o der Union abzielenden Calhounschen Fraktion der demokratischen Partei. Im J. 185⁵0 Koain es dieser Fraktion in Bider durch eine Koalition mit den Whigs die iedererwählung B.s zum Bundessenate zu verhindern. Dafür nahm er 1852 die Wahl zum Repräsentantenhause an und fand hier Gelegenheit, das ganze Gewicht seines Namens und Einflusses gegen die von der Calhounschen Fraktion versuchte Einführung der Sklaverei in Kansas und Nebraska in die ag-Wabt zu m.Kon m J. 1854 unterlag B. bei der ahl zum ongresse . vereinigten Gegnern, ebenso 1856, als ihn seine Freunde zum Kandidaten für das Gouverneursamt bestimmt hatten. Sich nun gänzlich aus dem aktiven Parteileben zurücke benutzte er seine Muße zur Ausarbeitung einer Erinnerungen (Thirty years' View of the enate, 2 Bde., Neuyork 1854—56) und zur Herausgabe aller seit der Errichtung der Republik statt½½½ Kongreßdebatten in gedrängter Aaslang. starb 10. April 1858 zu Washington. An marliger Kraft, die freilich nicht selten in Derbheit ausartete, Selbständigkeit der 9, Ioenmeich Schärfe und Klarheit der Barstellung, deenreichtum und vor allem an Ehrenhaftigkeit und bat S. u der Motive seines Denkens und Handelns hat B. unter den amerik. Staatsmännern der zweiten Generation kaum seinesgleichen. Beutonyville, Dorf westlich von Goldsborough im County Wayne des nordamerik. Staates Nordcarolina. Hier wurden Mitte März 1865 die Secessionisten unter Johnston in mehreren Gefechten durch die Unionstruppen unter Sherman geschlagen. Beutschen (jüd.), s. Benf chen. Beutschen, Stadt in der reis N eriz Po5¹ Regierungsbezirk Posen, Kreis Me eritz, an der bra und dem Bentschener See, 74 km von Posen, ist Sitz eines Amtsgerichts, Station der Märkischosener Bahn, hat ein herrschaftliches Schloß mit Park und zählt (1880) 2677 C., worunter 250 Juden und 1216 30pen65 In der ganfelbst hat den Hopfenmarkt. Beutzel-Sternau (Christian Ernst, Graf von), deutscher Staatsmann und Schriftsteller, geb. zu Mainz 9. April 1767, wurde 1791 kurfürstl. mainzischer Regierungsrat zu Erfurt und 1803 Geh. Staatsrat. Er trat 1806 in bad. Dienste als Direktor des Ministeriums des Innern, und 1812 ernannte ihn der Großherzog von chder An seinem dieses Staates lebte er teils in der Schweiz zu Mariahalden am Zürichersee, teils auf seinem Gute Emrichshofen bei Aschaffenburg. Am erstern Orte arb er 13. Aug. 1849, nachdem er mit seinem ruder Gottfried 1827 zum Protestantismus übergetreten war. Aufsehen erregten schon seine Novellen für das Herzo (2 Bde., Hamb. 1795— 96; 2. Aufl. 1806); aber erst durch sein Werk „Das goldene Kalb, eine Biographie » (4 Bde., Gotha 1802—3; 2. Aufl. 1804) erwarb er 8⁴ den Ruhm eines ausgezeichneten humoristischen Schriftstellers. Letzteres Werk, welches 1797—98 entstand, bildet den Anfang einer Roman-Tetralogie, zu welcher noch «Der steinerne Gast (4 Bde., Gotha 1808), Der alte Adamo (4 Bde. Gotha 1819—20) und der ungedruckt gebliebene Meister vom Stuhlegehören. Von seinen übrigen Schriften sind zu erwähnen: Lebensgeister aus dem Klarfeldschen Archiver (4 Bde., Gotha 1804), „Gespräche im Labyrintho (3 Bde., Gotha 1805—6), Proteus »(Regensb. 1806), «Titania o (Regensb. 1807), »Morpheuso (Regensb. 1808), Pygmäenbriefer (2 Bde., —5 1808). Von 1 11 redigierte B. die Zeitschrift Ja onv. Auch lieferte er eine 69 848. ramatischer Arbeiten, in denen sich jedo 8 satirische Talent stets bedeutender dgt als das eigentlich dramatische. Am originellsten erscheinen auf diesem Gebiete seine as en Sprichwortspiele, die er unter dem Titel Das Hoftheater von Barataria „ (4 Bde., Lpz. 1828) herausgab. Ferner schrieb er die Lustspiele — und Sowarzv (Zür. 1826) und «Mein ist die Welt» (Hanau 1831). Durchweg, besonders in seinen satirischen Romanen, bekundet er sich als einen tiefen und originellen Denker, voll Scharfsinn, Witz, feiner Beobachtung und 9011 Welt⸗ und Menschenkenntnis. Als tüchtiger Politiker und freimütiger Vorkämpfer für Recht, Freiheit und Wahrheit ewährte er 0 in seinem 4Bericht über die bayr. Ständeversammlung von 1827—285 (Zür. 1828) und den ayerbr (4(Bde., Stuttg. 1831—32). enue, Nebenfluß des Niger, s. Binue.