Berlad, Stadt im rumän. Kreise Tutova in der untern Moldau, am rechten Ufer des gleichnamigen — — der in den Sereth mündet, ist Sitz der Präfektur, hat ein Obergymnasium, ein ullehrerseminar, ein Theater, Rarlen Getreidehandel, ist im Vergleich mit andern rumän. Städten C 8. regelmäßig gebaut und zählt (1881) 28 000 B. ist durch eine Zweigbahn nach Tekutsch mit der Eisenbahn Bukarest-Roman verbunden. Im 13. Jahrh. soll Stadt und Gebiet von B. eine Bauernrepublik gebildet haben; 1440 wurde die Stadt von den Tataren niedergebrannt. 11.1865 ur namhafter kath. Theolog, geb. 21. Dez. 1805 zu Münster, besuchte das Gymnasium daselbst und studierte seit 1824 zu Münster, Bonn und Tübingen Theologie. Nachdem er 1831 zu München die theol. Doktorwürde erlangt, trat er als Privatdocent und Repetent bei der Akademie zu nster ein, wurde 1835 zum außerord. und bald —⁷ ord. Professor der Moraltheologie ernannt. Diese Professur vertauschte er jedoch später mit dem Lehrstuhle der Dogmatik. Er starb 6. Dez. 1881 zu Münster. B.s erste bedeutendere wissenschaftliche Arbeit war eine 4Apologetik der Kirche ⸗ Bommat 1835), dem sein Hauptwerk, die (Kath. tiko (7 Bde., Münst. 1839— 63), folgte, welche sich durch Gründlichkeit der . Dorste Erschöpfung des Stoffs und Klarheit der Darstellung auszeichnet und überhaupt zu den bedeutendsten Erscheinungen der neuern kath. Litteratur in Deutschland gehört. Seine Verdienste erkannte der Papst durch die Ernennung zum Hausprälaten an. jn seiner Dogmatiky wie in seinen kleinern theol. Schriften betont B. überall die Selbständigkeit der Philosophie und ihre innere Unabhängigkeit von jeder Autorität, indem er von der Voraussetzung ausgeht, daß nur eine in sich selbständige, lediglich auf Erfahrung und Evidenz des Denkens sich tützende Philosophie die ihr im Dienste der Theologie gestellte Aufgabe zu lösen im Stande sei, nämlich: einerseits die rationellen Unterlagen des theol. Of-Conversations-Lexikon. 13. Aufl. II. lert und Bernuntnn zu prüfen und seine Wahreit und Vernünftigkeit * erweisen, sowie andereits den Glaubensinhalt selbst 236 beleuchten und ein tieferes Verständnis nach Möglichkeit zu vermitteln; aber er will nicht, daß die W ie auf dem cberig ei und seldst abe Glaubensgebiete die Herrscherin sei und selbst über die Wahrheit der einzelnen Glaubenssätze in letzter Instanz das Richteramt übe. Als kath. Theolog hält er die Kir allein für die kompetente Richterin in Glaubenssachen und verlangt unbedingt, daß die Wissenschaft ihren Entscheidungen sich unterordne.