Berleburger Bibel heißt die 1726.—42 in acht oliobänden unter Protektion und Mitarbeit des rafen Kasimir zu Sayn-Witt enstein-Berleburg im Verlage von Haug in Berleburg erschienene deutsche Übersetzung der Bibel. Als Leiter des Unternehmens erscheint der aus Straßburg vertriebene M. Haug; von den Mitarbeitern sind die bekanntesten Dippel, Edelmann, Seebach. Die Übersetzung ist eine Berichtigung der Lutherschen auf Grund des Urtextes und engl. und franz. Übersetzungen. Der Zweck des Ganzen ist, den schwärmerisch-mystischen Anschauungen jener Zeit, welche 5 Berleburg geschützt und gexßogt wurden, weitere mIwemd zu verschaffen. Vor allem dienen diesem Zweck die erläuternden Anmerkungen, welche aus den Schriften der Mystiker Jane Leade, Bourignon, Guyon, Dippel, Petersen, Böhme u. a. bis auf Origenes zurück zusammengearbeitet sind. Vgl. H. Heppe, «Geschichte der quietistischen Mystit⸗ (Berl. 1875). ö