Biermann (Karl Eduard), Landschaftsmaler, Professor und Mitglied der Kunstakademie zu Berlin, geb. daselbst 26. Juli 1803, trat im 14. Jahre in die Porzellanmanufaktur, widmete sich der Dekorationsmalerei und ging dann dt Landschaftsmalerei über. Zu diesem Zwecke lebte B. abwechselnd in Tirol und der Schweiz, später auch in Italien. Ganz besonders war es die Schweiz und ihre Alpenwelt, welche ihn zu größern Gemälden anregte. Er stellte 1834 seine Aussicht auf Florenz aus, die Eigentum des Berliner Kunstvereins wurde, wie der bald darauf folgende Dom von Mailand. Eine seiner größten und berühmtesten Landschaften ist der Abend auf der Hochalp (1842). Viele seiner landschaftlichen Bilder, namentlich der italienischen (3. B. Tassos Eiche u. a.), sind durch Stich und genenelan verbreitet worden. B.s Arbeiten zeigen eine glänzende Technik, tragen aber meist ein bewisses dekorationsmäßiges Gepräge. Dies tritt besonders hervor in den landschaftlichen Fresken, mit denen er neben andern (nach Zeichnungen der Brüder Weidenbach, dedes ne der Lepsiusschen Exedition) die Wände des Neuen Museums in Berlin chmückte. Mit kecker virtuoser Wile, den N. veranschaulichte er dort die Insel Philä, den Vorhof des Tempels von Edfu, den Tempelhof zu Karnak sowie die Reste des Amphitheaters von Syrakus. Große Frische und Naturwahrheit er Re 16 Aquarelle, die er 1853 als Früchte einer Reise in Dalmatien ausstellte. Seitdem ist er der erste Vertreter der landschaftlichen Aquarellmalerei in Berlin und hält als solcher eine Ahrioph) Schule.