FeedBöcklin (Arnold)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Böcklin (Arnold), hervorragender Landschaftsmaler, geb. 16. Okt. 1827 in Basel, machte seine Studien zu Düsseldorf unter Schirmer. Sodann begab er sch auf Reisen und verweilte längere Zeit in Paris und Rom. Nach seiner Rückkehr lebte er und o in Basel, ließ sich 1858 in München nieder und folgte 1860 einem Rufe als Professor der Landschaftsmalerei an die neugegründete Kunst77 in Weimar. Nach zwei 277 legte er dieses Imt wieder nieder und begab sich abermals nach Rom. Später kehrte er nach Basel zurück, lebte dann einige Zeit in München, bis er 1876 wieder in Italien seinen Aufenthalt nahm. B.s Vortrag ist kräftig, er gibt der idealen Stimmung seiner landschaftlichen Schilderungen in der m Boden-Naturwahrheit der Objekte einen soliden Boden. Großartige Scenerien liebt er mit Staffage zu beleben, die, aus dem Charakter der Landschaft Benandte entwachsen, einen nicht unwesentlichen estandteil derselben bildet. Zu seinen bedeutendsten Werken gehören: Pan im Schilf, in der Neuen Pinakothek zu München; Raub an der ital. Küste, im Privatbesitz zu Berlin; Große Waldlandschaft mit mut Flacellaz in Basel; Kleine Berglandschaft mit Flagellanten, in München; Panischer Schrecken. In neuerer Zeit ist B. mit mehrern Kompositionen ähnlichen Charakters hervorgetreten, welche durch gesuchte Phantastik, seltsam grellbunte Farbengebung und wunderliche Wahl der Stoffe übertrieben originell erscheinen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 226Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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