Biernatzki (Joh. Christoph), deutscher Schriftsteller, geb. 17. Okt. 1795 zu Elmshorn in Holstein, besuchte das Gymnasium zu Altona, widmete sich seit 1816 auf den Universitäten zu Kiel, Jena und alle dem Studium der Theologie und der orient. prachen und erhielt 1821 eine Predigerstelle auf der Halli Nordstrandischmoor an der westschlesw. Küste. Nachdem er hier die furchtbare Sturmflut vom 3. Febr. 1825 überstanden, kam er noch in demselben Jahre als Pfarrer der eyang. Auth. Kirche nach Friedrichsstadt, wo er 11. Mai 1840 starb. Schon auf seiner Hallig, einem fast ganz unfruchtbaren, steten ÜUberschwemmungen ausgesetzten, nur von armen Fischern und Seeleuten bewohnten Landstrich, erwarb er sich den Ruhm eines unermüdlich thätigen Seelsorgers. Die wertvollste seiner Arbeiten, weil des Verfassers unmittelbarer nent schil entnommen, die er mit ergreifender Wahrheit schildert, ist «Die Hallig, oder die Schiffbrüchigen auf dem Eilande in der Nordsees (Altona 1836; 3. Aufl. 1852; mit einer Einleitung von H. Düntzer, Stuttg. 1881). Außerdem verfaßte er ein religiöses Lehrgedicht, »Der Glauber (1. u. 2. Aufl., Schlesw. 1825), die Novellen Wege zum Glauben, oder die Liebe aus der Kindheit» (Altona 1835; 2. Aufl., Lpz. 1852) und Der braune Knaber (2 Tle., Altona 1839; 3. Aufl., Basel 1882). Seine «Predigtenv (Kiel 1841) sowie seine „Gesammelten Schrifteno ( Bde., Altona 1844; 2. Aufl., Lpz. 1852) erschienen erst nach seinem Tode. Eine Lebensbeschreibung B.s (2. Aufl., Lpz. 1852) hat sein nn Karl Bernhard B., Pastor in Altona, veröffentlicht.