FeedBiondelli (Bernardino)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Biondelli (Bernardino), ital. prachforscher und Numismatiker, geb. 14. März 1804 zu Verona, studierte in seiner Vaterstadt und Padua Mathematik, dann aber mit besonderer Vorliebe Sprachkunde und Altertumswissenschaft, und ward, nachdem er eine lange Reihe von Jahren als Lehrer in enedig, in Padua, in Piemont und zu Mailand thätig gewesen, 1849 zum Direktor des Münzkabinetts in Mailand ernannt. Seit 1860 wirkt er als ord. Professor der Archäologie und Numismatikan der königl. Akademie. Unter seine allgemein linguistis chen Werke gehören: der Atlante linguistico d Europav (Mail. 1841), die 6 Studj sulle Iingue furbesche5 (Mail. 1846)/ und die 4Studj linguisticio (Mail. 1856). — die ital. Sprache beziehen sich der Saggio sui dia etti gallositalicip (Mail. 1853), ein chätzbarer Beitrag zur Kenntnis der oberital. dialekte und die Poesie Lombarde inedite del seculo XIIIo WMail. 1856). Seit längerer Zeit mit eingehenden Studien über das Aztekische beschäftigt, veröffentlichte er das Evangeliarium, epistölariumn et lectionarium Aztecum (mit übersetzung, Anmerkungen und Wörterbuch, Mail. 1860), «Sull' antica lingua aztecas (Mail. 1860) und das Glossarium Außerdem hat B. zahlreiche Beiträge zu den andihe von Journalen Oberitaliens sowie eine Ri e von numismatischen Arbeiten geliefert, unter denen hervorzuheben sind: Sulle monete auree dei Goti in Italiad (Mail. 1861), Lettere inedite di G. A. Zanetti, sulle monete e zecche d'Italia; (Mail. 1861), La zecca e la moneta di Milano⸗ (Mail. 1869) und Ricordo della zecca di Milanoei cadaveri umani ete., (Mail. 1874). 9.pons (grch.), Lehre von den Gesetzen des ns.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 70Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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