Avellino (Francesco Maria), namhafter ital. Archäolog, geb. zu Neapel 14. Aug. 1788, studierte die Rechte zu Neapel, dann in Rom Archäologie. Nach Neapel zurückgekehrt, an Zer Unio⸗ den Lehrstuhl der griech. Litteratur an der Universität und leitete 1809—15 die Erziehung der Kinder Murats. Nach des letztern Sturze wirkte er als Advokat, ohne sein Lehramt i. Stonomt und erhielt 1820 den Lehrstuhl der polit. Skonomie, später den der Institutionen und der Pandekten. Im J. 1820 wurde er mit der Katalogisierung der ungemein reichen Münzsammlung des «Museo Borbonico beauftragt. Außer den Beiträgen zu dem 1824 begonnenen Prachtwerke Real Museo Borbonicos lieferte er für die Accademia Ercolanese, deren beständiger Sekretär er 1832 geworden war, sowie für die Accademia delle scienzed und seit 1815 für die „(Società Pontaniana o zahlreiche Abhandlungen; 1839 wurde er nach Arditis Tode Direktor des Bourbonischen Museums und erhielt zugleich die 1850. Mehreres von seinen vielen Schriften sammelte er selbst in den &Opuscoli diversis (3 Tle., Neap. 1831—36). Er begründete 1808 eine numismatische Zeitschrift, welche jedoch bald wieder erlosch. Ebenso wurde das von ihm geleitete »Bulletino archeologico Napoletanov (6 We., Neap. 1843 —48) durch die Ereignisse von 1848 unterbrochen.