Beni-Mezäb, Beni-M'zäb oder M'zabiten, ein friedlicher Berberstamm am Rande oder bereits innerhalb der Sahara, das südlichste Volk, welches (seit 1853) die * t der Franzosen in Algerien anerkannt und vier Oasen 600 km südlich bewohnt, von welchen die von W. gegen O. gestreckte Oase des Wadi-M'zäb die größte ist. Außer dem Fluß Mzab hat die Oase zahlreiche Brunnen, und auch an Regen fehlt es keineswegs. Wo es Wasser gibt, da sind Gärten und Palmenpflanzungen angelegt. Das Plateau selbst ist entblößter Fels, wo einige Gräser spärlich fortkommen. Trotzdem finden dort das Muflon und das Guineascluß ihre Nahrung. Die B. zählen mit Ausschluß der 3000 im Tell ansässigen Kaufleute und Arbeiter 50—60000 Köpfe und wohnen in sieben mit Mauern umgebenen Städten. Sie sind aus dem südl. Teile von Tunis wegen Religionsverfolgungen nach ihrem jetzigen Wohnsitze eingewandert, wo sie gegen einen Jahrestribut von 60000 Frs. an den Kommandanten von Wherit den Schutz der Franzosen genießen. In Algerien gelten sie als der rührigste und hande ch dere Volksstamm. Viele Mzabiten wandern nach der Stadt Algier, wo sie meist in den maurischen Bädern als überaus rüstige Badeknechte thätig sind. Andere finden dort ihren Erwerb in Schlächtereien und im Mühlenbetrieb oder im Handel für die Heimat, indem sie deren Hauptprodukt, die Datteln, hier verkaufen und dafur besonders Getreide einkaufen. Meist kehren sie nach einigen Jahren mit den Ersparnissen in ihre Oase zurück. Die M'zabiten zählen zu keiner der vier orkthodoxen oder sunnitischen Sekten, sondern huldigen demselben Glauben wie die arab. Wahabiten. 7½ und wichtigster Handelsplatz des Landes ist Ghardaja am Mzaäb mit 15000 E., zwischen drei Bergen, etwa 165 km im SSO. von 1 ben 5 und im WNW. von Wargla Medeah von den Imnzsseie zum Arrondissement edeah in der Provinz Algier gerechnet.