Bituminöser H ate ist ein in verschiedenen geolog. Formationen auftretendes, mehr oder weniger Bitumen enthaltendes and deshalb dunkel gefarbtes Schiefergestein, welches sich durch Entweichen der fluchtigen Substanzen meist weiß brennt. Hierzu gehören insbesondere: 1) der bituminöse Mergelschiefer oder Anbitdounpdas 2*„ welcher als ein Glied der ½½ dung das Rotliegende 2.½ und in der Gegend von Mansfeld und Eisleben das Material zu der bedeutenden Gewinnung von Kupfer (1880 davon 188 874 Ctr.) und Silber (davon 100 296 Pfd.) darbietet. Das dunkelgrau oder schwarz gefärbte Gestein ist im Bruche matt bis schimmernd und bildet eine meist nur 0,8m mächtige, aber sehr regelmäßig muldenförmig gelagerte Schicht. Die Erze, unter den Kupfererzen namentlich Kupferglanz, Buntkupfererz, Kupferkies sind gewöhnlich in kaum sichtbar feinen Wartitelchen eingesprengt, nur bisweilen als Körner oder als Anflüge auf den Schi I+ vorhanden. Charakteristisch für den thüringer Kupferschiefer ist der Gehalt an fossilen Fischen Palaeoniscus Freieslebeni, Pygopterus Humboldti, Platysomus gibbus), welche in großen Mengen, mitunter in ar verzerrten Gestalten darin vorkommen, oft mit upfererzen überkrustet oder durchzogen, auch in eine schwarze, glänzende kohlige Substanz umgewandelt; daneben finden sich Pflanzenreste (Jucoiden). Ahnlich ist der Kupferschiefer bei Kamsdorf, sowie bei Löwenberg und Goldberg in Schlesien entwickelt, nur fehlt ihm hier der Silbergehalt. 2) Die bitumenreichen sog. Brandschiefer, pechschwarz bis braunschwarz, brennbar mit blauer, stark rußender lamme und unter Entwickelung eines schwefligarzigen Geruchs, ebenfalls reich an Fischresten an verschiedenen Stellen ausgebildet, namentlich in der carbonischen Formation (Becken von Schlan-Rakonitz in Böhmen, Burdiehouse bei Edinburgh, Autun und Commentry in Frankreich), sowie im Rotliegenden (Salhausen bei Oschatz Oslowan in Mähren, Erbendorf in Bayern). 3 Die an großen Ammoniten reichen sog. Ols chiefer des Nas, B. von Boll und Holzmaden in Württemberg, yme Regis im südwestl. England, welche so mit Bitumen und tierischem Ol getränkt sind, daß sie sich wie Bretter hobeln und sägen lassen. 4) Die der Tertiärformation angehörige Blätterkohle oder Papierkohle, eine derbe Masse, aus papierdünnen, leicht voneinander trennbaren, lederähnlichen, Asach und biegsamen Häuten bestehend, welche vielfach nur einen reichlich von Bitumen —.—— drungenen Polierschiefer darstellt; diese Blätterkohlen sind reich an Iusehoneuh Überresten sinden sh Fischen und Dikotyledonenblättern und finden sich 3. B. zu Rott und Geistingen am Siebengebirge, bei Salzhausen in der Wetterau, bei Mellili und Lentini auf Sicilien (hier wegen des übeln Geruchs beim Verbrennen Dy sodil genannt).