bituminös, adj., bitumenhaltig, frz. bitumineux, engl. bituminous, neunt man das, was von Erdharzen oder Bergöl durchdrungen ist. Ueber bituminöses Holz s. d. Art. Braunkohle. Ueber bituminösen Mergelschiefer s. Art. Mergelschiefer. Bituminöser Kalkstein, m. (Lucullan, Stinkkalkstein), frz. calcaire m. fétide, engl. bituminous limestone, stink-stone, kommt in Flötzgebirgen vor, bricht in ziemlich großen Platten, die sogar Politur annehmen; die grobkörnigen Sorten verwendet man wie Sandstein zu allen Arbeiten, die feinkörnigen zu Bildhauerarbeiten und in der Prachtbaukunst; er kommt vor im Thüringer Wald, Harz, Prov. Hessen, Brabant etc. (deshalb auch Brabanter Marmor gen.). Seine Farbe ist Grau bis Braunschwarz. In Thüringen, wo er häufig bricht, verwendet man ihn zum Pflastern, in den Niederlanden zum Fundamentbau, zu Ufer⸗ u. Schleusenbau; er hält sich sehr gut im Wasser und braucht, da er ziemlich regelmäßig bricht, wenig Zurichtung; ferner verwendet man ihn zu Mühlsteinen in Pulvermühlen. Zu Feuerungsanlagen ist er unbrauchbar, da er in der Hitze sich abblättert, in der Rothglühhitze aber zu Kalk brennt. Der aus ihm gebrannte Kalk ist etwas mager und gut bindend; da er, sobald er roth glüht, durch das in ihm enthaltene Erdharz selbst viel Wärme lichem Mäß Erdharze enthaltenden Stücke werden sogar wie Steinkohlen zur Feuerung verwendet. Litz, f., plur. Bitzen, Provinzialismus im Hundsrück für Gras- und Obstgarten am Haus.