Black (William), engl. Romanschriftsteller, geb. 1841 in Glasgow, besuchte zuerst die Kunstschule seiner Vaterstadt, widmete sich jedoch später der Journalistik und war mehrere Jahre als Mitarbeiter an der Zeitschrift CThe Glasgow Weekly Citizeno beschäftigt. Im J. 1864 nach London übergesiedelt, trat er mit mehrern londoner Zeitschriften in Verbindung, wurde 1865 Mitarbeiter an der Zeitung The Morning Staros und nahm 1866 als Spezialkorrespondent derselben an dem Deutschen Kriege teil. Im folgenden Jahre erschien sein erster Roman, Lone or marriagen, der indeß keine besondere Beachtung erregte. Erfolgreicher waren die iomane In silk attires (1869), in dem vor allem die Slizzen aus dem Bauernleben im Schwarzwalde des Verfassers Talent erkennen ließen, und Kilmenyy (1870), das gelungene Bilder aus der Künstlerwelt Londons enthält. Seinen Ruf als Romanschriftsteller von wirklicher Bedeutung und Originalität begründete indes B. erst durch A daughter of Hethy (1870, ein Werk, das allgemeines Aufsehen hervorrief und viele Auflagen erlebte. Eine große Frische, plastische Anschaulichkeit und dramatische Lebendigkeit, in Schilderungen der Natur wie der Gesellschaft, zeichnen dieses wie die meisten folgenden Werke B.s aus. Sein nächstes Werk, The Strange adventures of a phaetono (1872), eine mit Romanfäden durchwobene Beschreibung einer Wagenfahrt des Verfassers von London nach Edinburgh, war weniger der Ron um so größern Erfolg errang dagegen der Roman 4 princess of Thulen (1873; deuts von Lehmann, Berl. 1878); von allen Werken vielleicht das populärste. Hierauf folgten The maid of Killeena and other storiesy (1874), Three feathersv (1875), Madeap violet„ (1876), Macleod of Daren (1878) und „Sunriser (1880), von welchen Romanen der letzte, der das Treiben der gegenwärtigen geheimen Gesellschaften Europas schildert, Bis Kunst und Ta-Ant wohl auf der Höhe 1078 Entwickelung zeigt. Außerdem lieferte er eine sehr gelungene Biographie Oliver Goldsmiths zu der von John Morley herder beteier⸗ auch an der Redaction Ipurnalistische Arbeit ganz auf und lebt seitdem ziemlich zurückgezogen i : Wlan M in Brighton. orough in der engl. Gra chen Blackburn, nahe den anchester, ist eine rasch anwachsende Fabri deren Bevölkerung sich 1821 auf 21 940 1881 aber auf 104012 C. belief. Der Ort ist in seinen alten Teilen unregelmäßig gebaut, hat ein Stadthaus, einen 1857 eröffneten hübschen Park, eine Tuchhalle, eine sehr schöne Börse, 14 Kirchen, eine 1567 gegründete Latein⸗ und mehrere Lancasterschulen, ein Handwerkerinstitut, eine Bibliothek und ein kleines Theater. Schon 1650 war B. berühmt durch seine gemischten Lein⸗ und Baumwollgewebe, und auch jetzt noch ist hier Spinnen und Weben grober Baumwollstoffe der Hauptindustriezweig, welcher allein über 30000 Personen beschäftigt. Außerdem beschäftigt die Stadt gegen 4000 Kattundrucker, Papiermacher, Spindelmacher, Kohlenbergleute, Eisen- und Maschinenarbeiter, Steinbrecher u. s. w. B. hat 220 Fabriken, 250 Werkstätten und nicht unbedeutenden Handel. B. ist der Geburtsort von Hargreaves, dem Erfinder der Spinn-Jenny (1767), der dafür vertrieben wurde. Bei dem 7 km nördl., am Ribble gelegenen und von 1357 C., meist Handwebern, bewohnten Dorfe Ribchester liegt in reizender Gegend Stonyhurst, das berühmte, 1794 eröffnete Jesuitenkollegium und kath. Hauptseminar Englands, ein aus der Zeit der Königin Clisabeth stammendes palastähnliches Gebäude mit Parkanlagen, früher Eigentum des reichen kath. Grundbesitzers Weld, der es den aus Lüttich vertriebenen Aiate e einräumte. Die Anstalt hat eine schöne lirche, eine Bibliothek, ein Museum, eine Gemäldegalerie und andere wertvolle TMötche⸗