FeedBlasnavatz (Milivoje Petrovitsch)
GeschichteBrockhaus 1882

Blasnavatz (Milivoje Petrovitsch), serb. Staatsmann und Kriegsminister, geb. 1826 zu Blasnava im Kreise Kragujevatz, trat in den Militärdienst und war mit 22 Jahren bereits Kapitän. Er befand sich 1848 in Berlin, als der Ausbruch der ungar. Revolution ihn zur Rückkehr und zum Eintritt in das Freiwilligenkorps des Generals Knicanin bewog. Zum Major und Oberstlieutenant befördert, befehligte er die serb. Artillerie bis zu Ende des Feldzugs, begab sich dann nach Wien, wo er an der Polytechnischen Schule studierte lemn M 4 Paris und später in die Artillerieschule etz. Nach Serbien zurückgekehrt, wurde er chen der militärischen Abteilung im Ministerium des Innern und schuf die Militärakademie zu Belgrad, die Kanonengießerei und Gewehrfabrik zu Kragujevatz, die großen Pulvermühlen zu Stragari. Mit der Thronbesteigung des Fürsten Milosch Obrenowitsch (1858) endete die daßen a Thätigkeit B. auf einige Zeit, und erst dessen Nachfolger Michael Obrenowitsch ernannte ihn 1862 zum Obersten und Direktor sämtlicher Waffenfabriken und 1865 zum Kriegsminister. In dieser Stellung fuhrte B. die Reorganisation des stehenden Nationalheeres durch. Nach Ermordung des Fürsten Michael 1868 bemächtigte sich B. des Staatsruders, proklamierte Milan Obrenowitsch zum Fürsten und trat an die Spitze der Regentschaft. Nachdem Milan 1872 mündig geworden war, ernannte er B. zum Ministerpräsidenten und Kriegsminister; doch starb dieser schon 4. April 1873. ild) heizt die h (vom frz. blason, der Wappenschild) heißt die heraldische Bildersprache ubersetzen. Mittels Blasonierung werden die in Farben entworfenen Wappen in solcher Art und Weise beschrieben, daß jeder sachkundige Heraldiker nach dieser Beschreibung allein schon in den Stand gesetzt sein muß, das betreffende Wappen auf das genaueste bildlich wiedergeben zu können. Die Blasonierung muß mit moöglichster Kürze die größte Deutlichkeit verbinden. Es sind daher möglichst fachgemäße uche TLermin und heraldische Ausdrücke (heraldische Terminologie) erforderlich. Den Ausdruck ablasonieren» findet man schon im Mittelalter, wo man in der echten Schreibart durchweg «plaßnireno und Plaßnirung » liest, während es im Französischen blasonner, blason oder blasonnement heißt und im Altenglischen to blazon.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 131Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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