FeedBlockhaus
BaukunstBrockhaus 1882

Blockhaus heißt in der Befestigungskunst ein aus starken Hölzern seheing aufgeführtes Vertikalfeuer (bombenfest) eingedecktes, wohnli eingerichtetes, verteidigungsfähiges Gebäude. 92 der permanenten 9auf die überträgt man diese Be-Niumere auch auf die in ihren Seitenwänden aus Mauerwerk hergestellten, dabei entweder eingewölbten, beziehungsweise mit Balken oder Esenschienen eingedeckten, verteidigungsfähigen Hohlbauten geringern Umfangs. Die Wände der eigentlichen Blockhäuser sind entweder aus ISar übereinandergelegten verschränkten Balken (Schränkwände) oder aus senkrecht in eine horizontale Schwelle eingesetzten, außen mit starken Bohlen verschalten Ständern Ständerwände) gebildet. In den Wänden befinden sig Schiedsherten für Kleingewehr eingeschnitten. Bis zu diesen deckt ein Erdanwurf die Wand schwe direktes Feuer; ein Graben vor dem B. erchwert die Annäherung. Die Decke des B. (Blockdecke) wird zunächst aus einer Lage von starken Balken oder eisernen Trageschienen gebildet, auf die man eine oder zwei sich kreuzende Lagen von Faschinen, endlich eine Erdans üttung von 1—2 m Höhe mit dachförmig geböschten Wänden anbringt. m Innern werden Nochdrr als Lagerstätten und außerdem Heiz⸗ und ochvorrichtungen, sowie Munitionsbehälter und Wasserreservoirs angebracht. Die Blockhäuser werden als Reduits und zugleich Wachtlokale in den Waffenplätzen des gedeckten Wegs einer Festung angelegt und zwar, um sie dem flachen Schusse gänzlich zu entziehen, in die Glacisanschüttung hineingebaut. ältern Festungen kommen sie noch als isolierte Bauten vor. Früher brachte man sie auch als Reduits in Felds anzen an. Im Gebirgskriege oder in weiten, wenig bewohnten und von einem uncivilisierten Feinde beunruhigten Landstrichen 6.B. Algier, Nordamerika) Nolle sie zur udriß der 5 isolierter Posten eine Riecht Der Grundriß der! lockhäuser ist meist ein iechteck, doch wurden größere früher auch in Form ockteren (militärisch), einen Platz (Festun „ Hafen u. s. w.) absperren, s. Viodade. In Buczufüllenden Lücke im Sabe. L

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 178Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 3

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Baukunst 6