FeedBlendungen
BaukunstBrockhaus 1882

Blendungen oder Blindagen nennt man Hohlbauten von geringem Umfang mit schräger Eindeckung, welche Schutz gegen Vertikalfeuer und Sprengstücke gewährt. Die Decke wird durch schräg an eine Erdböschung oder Mauer, beziehungsweise dachförmig gegeneinander gelehnte Hölzer oder Eisenschienen gebildet, die noch mit Faschinen und Erde bedeckt werden. Die einen selbständigen Bau bildende B. heißt doppelte, die mit Benutzung einer schon vorhandenen Wand hergestellte einfache. Die B. zur Sicherung der Bedienungsmannschaften eines Geschützes, welche diese in den Feuerpausen benutzen, heißt Unterstand. — Tief eingeschnittene Schießscharten, wo sie überhaupt noch vorkommen, erhalten in ihrer hintern Offnung eine B. gegen Auge und Gewehrfeuer des Feindes, durch einen hölzernen oder eisernen, mit Offnung für das Geschützrohr versehenen Laden, oder durch Faschinenbündel, Sandsäcke, auch Wollsäcke, welche man beim Schießen wegnimmt. ö

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 167Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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