Brustwehr (frz. parapet) heißt eine zur Verteidigung eingerichtete Deckung in Erde, Stein, Holz oder Eisen, insofern dieselbe nicht gleichzeitig einem von oben her eingedeckten Raume angehört. Gewöhnlich sind B. dumehöhe 5 von etwas größerer Höhe, als die Mannshöhe beträgt, gegenüber Gewehrfeuer 1 —1,5 m, gegenüber Geschützfeuer 4—8 mstark. Die obere Fläche der B., Krone genannt, hat sanften Fall nach außen; die äußere Böschung ist dem natürlichen Fall der Erde entsprechend, die innere in der Regel steiler; an dieser wird zur Infanterieaufstellung ein Bankett, für Geschütze eine Geschützbank angeschüttet, oder es werden für letztere auch Scharten in der B. eingeschnitten. Das Bankett ist je nachdem man eine ein⸗ oder Ugt39 be Aufstellung der Verteidiger beabsi 9 30, beziehungsweise 60 em breit und liegt um Ans Boschung (1„3m) unter der Feuerlinie. Die innere Böschung der B. wird oft bekleidet, z. B. mit Rasen, Flechtwerk, Faschinen u. s. w. Die Erde zur B. gewinnt man aus einem davor ausgehobenen Graben. Oft ist auch hinter der B. ein Einschnitt angelegt; in solchem Falle bedarf es einer weniger hohen Erdanschüttung, was den Bau erleichtert und beschleunigt, da der gewachsene Boden einen Teil der B. abgibt. Solche eingeschnittene B. werden namentlich bei Schützengräben, Bohen Belagerungsbatterien angewandt. B. in Holz kommen besonders als Palissadierunsch vor; sie erhalten eine nur gegen Gewehrfeuer ichernde Stärke (20—30 em) und werden mit Infanterie besetzt, welche durch Schießlücken oder Scharten feuert. B. in Mauerwerk gehören der sharten vaß H an und sind mit Schießcharten versehen. B. in Eisen sind in der Regel einer auch von oben her gesicherten Anlage (Panzerhure Panzerstand) angehörig. rut ist in der Botanik die Bezeichnung für diejenigen Teile einer Pflanze, welche, von derselben abgelöst, zu deren Vermehrung dienen, indem sie unter geeigneten Verhältnissen neue Individuen bilden, wie z. B. Ausläufer, Wurzelsprossen, auch einzelne Zellen, Knospen, Knollen, Zwiebeln u. s. w. (S. unter Vermehrung der Pflan8•6 — In der Zoologie versteht man unter Proles) die junge Nachkommenschaft von Tieren, besonders von olchen, die einem Ei entstammen, wie Vögel, Fische, Amphibien und Insekten.