Boas (Eduard), deutscher Schriftsteller, geb. 18. Jan. 1815 zu Landsberg an der Warthe, wurde nach einer gründlichen Vorbildung Kaufmann, wandte sich aber später ausschließlich der schrift-Ta Auror Thätigkeit zu. Er bereiste den größten eil Europas, lebte dann meist zu Berlin und Dresden und starb 29. Juni 1853 in seiner Vaterstadt. Seinen litterarischen Ruf begründete B. durch das Novellenbuch «Deutsche Dichtere (Berl. u. Lpz. 1837), namentlich aber durch In Skandinavien. Nordlichter» (Lpz. 1844), Schriften, welche sich durch lebendige Schilderungen auszeichnen. Reiseeindrücke sind auch in seinen komischen Roman „Des Kriegskommissars Pipitz Reise nach Italien» (4 Bde., Stuttg. 1841) sowie in die anmutige idyllische Dichtung Pepitav (Lpz. 1844) verflochten. Eine Auswahl seiner übrigen poetischen und prosaischen Werke hat er in seinen Schriften » (5 Bde., Lpz. 1846sich B.purcheingdiei Ein besonderes Verdienst hat sich B. durch eine Reihe von Beiträgen zur Geschichte der Glanzperiode der deutschen Nationallitteratur erworben. Dahin à Berk⸗ zunächst «Nachträge zu Goethes sämtlichen Werkeno (3 Bde., Lpz. 1841; 2. Aufl., Berl. 1859) und «Nachträge zu Schillers sämtlichen Werken » (3 Bde., Stuttg. 1839); dann „Schiller und Goethe im Xenienkampfo (2 Tle., Stuttg. 1851), 4Schillers Jugendjahre » (herausg. von W. von Maltzahn, 2 Bde., Hannov. 1856) und „Schillers und Goethes Xenienmanuskripteo(herausg. von Maltzahn, Berl. 1856). d.).